Woͤlcker. 277
Nurnbergiſchen der getreuen Unterweiſung daſiger Praͤceptorenuͤberlaſſen, bis er 167 1 zum andernmal nach Regensburg gekom-men, wo er einem Privat⸗Informator anvertrauet worden, un-ter deſſen geſchickten Anfuͤhrung er es ſo weit brachte, daß er be-reits in ſeinem 13ten Jahre zu den oͤffentl. Vorleſungen befördertwurde. Weil er zugleich das Gluck gehabt, von dem beruͤhmtenKirchmaier, damaligen Profeſſor zu Regensburg, nachmaligenSuperintendenten zu Rotenburg an der Tauber, beſonders unter-wieſen zu werden, hat er es bald ſo weit gebracht, daß er nichtnur im lꝗten Jahre ſ. A. eine ſelbſt verfertigte Rede de pace tutaet bona, welche unter dem Titel, Pallas togata, zu Nurnberg in fol.gedruckt iſt, oͤffentlich ablegen? ſondern auch in dem folgenden Jahreine abermals durch eigenen Fleiß verfertigte Diſp. de metu creſ-centis potentiae et uirium aequalitate unter gedachtem Pn. Kirch-maiers Vorſitz mit Lob vertheidigen konnte. 1675 ſchickten ihnfeine Eltern unter der Aufſicht eines geſchickten Informators nachAltdorf, wo er der Philoſophie und den Humanioren ffeiſig ob-lag, auch unter Felwingern eine Diſp. de armatura epiſtolari,l. uſu epiſtolarum in bello, verfaſſet und gehalten hat. 167 gienger über Frankfurt, Maynz, Coͤlln nach Nimwegen, wo maneben mit dem Friedens werke beſchafftiget war und er zu den groͤß-ten Staatsmännern Europens Zutritt erlangte. Nach einigerVerweilung ſetzte er die Reiſe nach Leyden, und hieſelbſt ſeineStudien dem Winter uͤber fort. Nach dieſem hat er die ubrigenHollaͤndiſchen Provinzen, und vornehmlich Antwerpen und Bruͤſ-ſel beſuchet, wollte ferner nach Engelland gehen, mußte aber we-gen Unſicherheit des Meers ſich wieder zuruͤcke nach Leyden bege-ben. Von dar iſt er durch Oſt und Weſt Friesland, uͤber Bre-men, Hamburg, Braunſchweig, Helmſtaͤdt, Magdeburg,Wittenberg, Jena, Leipzig und Dresden nach Prag und end-lich nach Wien gegangen, und iſt 1678 gluͤcklich zu Regensburgangelanget, wo er ſeine Eltern antraf und einige Monate verwei-lete, auch in ſolcher Zeit unter Anſuͤhrung Hn. Dr. und Conſul.Hockners die Inſtitutiones durchgieng, endlich aber ſich nachStrasburg begab. Hier hoͤrte er die beyden vortreflichen Rechts-lehrer, Schragen und Obrecht, bey welchem letztern er auch denTiſch hatte; und bey dem beruͤhmten Reichel uͤbte er ſich noch u*