Band 
Vierter Theil von T - Z.
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330
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330 Jeltner.

Philologen, des vorigen Sohn, iſtin dem Nuͤrnbergiſchen Hilpoltſteinden 16 Sept. 1672 gluͤcklich zur Welt gekommen. Sein Vatterſelbſt und der Schulcollege zu Graͤfenberg, J. Kaͤs, brach-ten ihm die erſten Gruͤnde des Wiſſens dey. Als ſein Vatternach Nuͤrnberg kam genoß er in der Spitaler Schule daſelbſtden getreuen Unterricht des Conrector Brendels und nach dieſemin dem Gymnaſio des Rector Fuchſens, bey dem er auch beſon-ders die ebraͤiſche Sprache zu erlernen anfieng. In dem Egi-diſchen Auditorio war er ein fleiſiger Zuhoͤrer der oͤffentlichenund beſondern Vorleſungen A. Arnolds, M. Beers, S. Born-meiſters und A. Unglenks. Schon 1689 wurde er fuͤr tuchtiggeachtet, die Univerſitaͤten zu beziehen. Er gieng nach Jena,und hatte Joh. Mich. Langen, Hebenſtreit und Joh. Andr.Schmid in der Philoſophie, die ihm nicht mehr fremde war,zu Lehrern. In der Kirchen⸗ und Gelehrten-Geſchichte, inwelchen beyden er eine ſeltne Kenntniß erlangte, lies er ſich vonD. Caſp. Sagittarius anfuͤhren, und in der Theologie war derberuͤhmte Joh. Wüh. Baier ſein Lehrer. Um dieſe Zeit nahm erdie Schrifften der Helmſtaͤdter Theologen vor die Hand und fan—de ſie nicht nur gelehrter und feiner geſchrieben, als andere mit ſcho-laſtiſchem Unrath noch vermiſchte Buͤcher, ſondern geſtehet auchſelbſt, daß er durch ſie angewoͤhnet worden, den goͤttlichen Wahr-heiten ohne menſchliche Vorurtheile nachzudenken. Weil eraber von Natur einen beſondern Trieb zur ebraͤiſchen und andernmorgenlaͤndiſchen Sprachen hatte, ſo hielte er ſich an den groſſenPhilologen, Joh. Andr. Danzen, der uͤber ſeinen unermuͤdetenund geſegneten Fleiß ein ſolches Vergnuͤgen hatte, daß er zuoͤffentlicher Bezeugung deſſelben ihm, nebſt dem nachmaligenAbt zu Loccum, Juſt. Cph. Boͤhmer, und einem Holländer,Joh. Wilh. von Sontem, im Jahre 1692 ſeine Manuductio—nem uiam oſtendentem compendieſam ad ebr. linguae ana-lyſin facilius inſtituendam eiusque rite applicandam ſynta-xin, durch eine gelehrte Zuſchrifft zueignete und dieſe ſeine dreywohlgeartete Zuhörer patriae ac familiarum ornamenta, theolo-giae ac lingg. oriental. cultores feliciſſimos, commilitones ſuosinter primos, nannte; welche Lobſpruͤche um ſo viel höhe zu

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