Band 
Vierter Theil von T - Z.
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Zeltner. 343

—.————uit. theol. Hirſch. min. iub. Hamburgiſche Berichte von gelehr-ten Sachen auf das Jahr 1738, woſelbſt im 66ſten Stuͤck derberühmte Hr. Dr. Schelhorn das Zeltneriſche Leben ziemlich weit-laͤuftig und ſchoͤn beſchrieben hat.

Jeltner(Johann Conrad) ein gelehrter Geiſtlicher,des vorigen Bruder, iſt zu Nürnberg den 4 Oct. 1687 gebohrenworden. Er beſuchte das Egid. Gymnaſium und legte vornem-lich bey Hn. J. C. Stoy die Gruͤnde der Latinitaͤr. Nach dem101 erfolgten Abſterben ſeines Vatters nahm ſich ſein aͤltererund allererſt beſchriebener beruͤhmter Bruder, der damals ſchonin Nuͤrnberg befoͤrdert war, ſeiner mit Lehre, Rath und Thatſo getreu an, daß auch unſer Hr. Joh. Conrad ſelbigem allezeitmehr mit kindlicher als bruͤderlicher Achtung begegnete. Mankan ſich auch leicht einbilden, daß der Hr. Dr. Zeltner ſeinenBruder, welchem ohnedem gute Naturgaben zu ſtatten kamen,auf das vorzuͤglichſte gebildet habe. Er beſuchte uͤbrigensin dem Egid. Auditorio Myhldoͤrfers, Wuͤlfers und EſchenbachsVorleſungen und begab ſich 1706 im Junp nach Altdorf.Moller, Omeis, Roͤtenbeck, J. W. Baier, Schwarz, Muͤllerund der damalige Hr. Inſpector Pfitzer lehrten ihn die Anfangs-Wiſſenſchafften, von welchen er nachgehends in die Hoͤrſaͤle derTheologen, Sonntags, Langens und ſeines inzwiſchen nachAltdorf befoͤrderten Hn. Bruders gluͤcklich uͤbergieng. Unterdem Vorſitz gedachten ſeines Bruders hat er dreymal auf demKatheder ſeine Geſchicklichkeit gezeiget, und die erſte Diſp deeruditis in Iudaica gente feminis, ſodann die, de Debota Pro-phetiſſa, und endlich drittens eine andere, qua Dei praeceptanon bona nulla eſſe, ad Ezech. 20, 25. ſq. oſtenditur, ruͤhmlichvertheidiget. 1711 gieng er nach Wittenberg und lies ſich vonWernsdorf, Chladenins, Klauſing und Dewedig in der Theo-logie noch mehrers unterweiſen. Hier errichtete er mit demberuͤhmten Joh. Cph. Wolfen, der damals zu Wittenberg alsLehrer der Weltweisheit ſtunde, eine vortheilhaffte Bekannt-ſchafft, die hernach in einem gelehrten Briefwechſel fortgeſetzetwurde. Nach einem Jahr verlies er Wittenberg, beſaheBerlin, und gieng durch Niederlachſen, wo er uͤberall diegelehrten Männer begruͤßte, nach Hauſe und wieder nach

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