Band 
Vierter Theil von T - Z.
Seite
351
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Jimmner. 371

—.—— ¶ꝗ—If.ñ——ſen Goͤnner und beſondern Freund gehabt; die Stadt Nurnbergaber unterſtͤͤtzte in mit Koſten zum Studieren. 1518, da ernoch ganz iung muß geweſen ſeyn, auch noch nicht Doctor war,iſt er zum Rector der Univerſität zu Siena, wo er ſich ſchon einegeraume Zeit aufhielte, gewaͤhlet worden, nachdem er vorher ineben dieſem Jahre bereits Rector oder Aufſeher der Carnevals-Anſtalten allda geweſen iſt. 1524 war er zu Partenkirchen, ei-nem Flecken an den Bayriſch⸗Tyroliſchen Grenzen und verheira-thete ſich daſelbſt. Dr. Nikol. Pibeys war ſeiner Frauen naͤchſterFreund, und dieſen nennt er ſeinen treuen Fuͤrderer und Schwager.In den zwey folgenden Jabren war er zuInſpruck, wo ihm eine Toch-ter gebohren worden iſt. Von 1527 bis 29 wird er zu Maylandangetreffen, wo ihn der Guverneur, Anton von Leyna, gargerne batte, weil er unter andern die ſpaniſcke und walſcheSprache wohl verſtunde. Vermuthlich iſt er zu Mayland Doc-tor geworden, welchen Namen er ſich in ſeinen Briefen imJahre 17 zuerſi gab. Er war auch Senator, welcheser ſeloſt das hoͤchſte Amt allda nennet, von dem er in friedlichenZeiten etliche Guͤter eines gutes Einkommens erlanget, ohnge-achtet er hernach wegen der damaligen Kriegsunruhen nichtzum Beſten ſtunde. Seine Frau lies er inzwiſchen zu Waſſer-burg und Salzburg, wo ſie Schweſtern hatte. Der Kanzlervon Tyrol Dr. Hieron. Baldung, hat ihm zweyerley anſehn-liche Dienſte angebotten, die er aber wegen Unſicherheit der Be-ſoldung ausgeſchlagen hat; ſo wie er auch das Amt eines Au-diteurs, das ihm der Guverneur zu Mayland noch zugeſagt hat,nicht annehmen wollte. Inzwiſchen genoß er doch einen Gehaltvon des Kaiſers Maieſtaͤt, deſſen Rath er auch war. 1529 den17 Nob. ſchrieb er aus Salzburg an den Magiſtrat zu Nuͤrnberg,daß man ihm zu Muͤnchen die Stelle eines Syndicus, oderStadtſchreiders, angebotten habe, die er auch anzunehmen ge-ſonnen waͤre, wo ſie ihn zu Nuͤrnberg nicht beſſer verſorgen koͤnnten;wie er ſich denn auch ſchon zu Anfange des Jahres durch Pirkhei-mern dem Rath zu allerhand Dienſten angebotten, mit Meldung,daß er auch im Kriege weſen verſchiedenes verſuchet und erfahrenhabe. Allein es iſt alle Anbietung, weis nicht, aus was fuͤr Urſa-

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