zurcher. Jußner. 363
bis er den 23 Merz 1694, mit 47 Jahren ſ. A. von der Welt ab-gefordert wurde. Zu der GOtt lobenden Joͤſtelsbergiſchen Geſell-ſchafft hat er als einen Beytrag die Beſchreibung des Lobethals-2 Chron. 20, 25. geliefert, welche Hr. Dr. Ge. Paul Hoͤnn inder Nachricht von dieſer Geſellſckafft nebſt andern p. 183 qq. hatabdrucken laſſen. Unter dem Namen der Aufrichtige iſt er einMitglied einer deutſchen Geſellſchafft geweſen, welche ſchon zu:ſeiner Zeit zu Altdorf und Nurnberg angerichtet war, und von.welcher wir bey naͤchſter Gelegenheit eine Nachricht dem Druckuͤbergeben werden. Verheirathet war er mit Anna Margaretha,On. Leonh. Andreaͤ,/ Seniors bey St. Egidien in Nuͤrnberg, Tochter.
Zurcher oder Zuͤrcher(Anton) der Rechten Doctor, kamals Advocat zu Nuͤrnberg an, im Jahre 153 1 und ſtarb gleich dar-auf im 1533 oder 34ſten Jahre.
Zußner von Zußneregg und Würzenfels,(Adam) eimMedicus, iſt den 16 Sept. 1702 zu Klagenfurt in Kaͤrnthen aufdie Welt gekommen. Sein Vatter, Urban Zußner, der Philoſ.und Medic. Doctor, wurde 95 Jahre alt und bat ganzer 56 Jah-re prakticiret. Die Mutter war Kath. Walmaͤnnin, aus einervornehmen Familie. Zu Steyer hat er bey dem Rector, Egid.Weichſelberger, 3 Jahre frequentiret. 1614 ſchickte ihn ſein-Vatter nach Strasburg, wo er zuerſt die Schulklaſſen, hernach die akademi-ſchen Vorleſungen deſuchte, ſeine Phtloſophie abſolvirte und de dem berütm-ten Act, Dr. Joh. Kuͤfer, bey dem er im Hauſe wohnte, verſchiedenes in.der Ehemie eclernte. Nach s Jabren gieng er nach Luͤbingen und nach ei-nem Jahre von dar nach Hauſe, wo er gleichwol die Arzneykunſt fleiſig tried.1624 begab er ſich nach Padua, ſetzte allda 2 Jahre ſeine Wiſſenſchafft fortund macdte hernach mit einem Grafen von Uirſendeck als Hofmeiſter eineReiſe durch Frankteich. 1627 kam er war wegen des Todes ſeiner Mutterheim, gieng aber 1628 mit ſeinem Bruder, Wilhelm, zum 2ten male nachPadua. Hier wurde er nicht nur gar bald Rath der ſogenannten deutſchenArtiſten, ſondern iſt auch 1630 von Dr. Caͤſar Eremoninus zum Doctor derVeltweitheit und Arznebkunſt gemacht worden. Als dald hierauf ſeln Hr.Vatter mit einem Freyberen von Khevenhüller nach Venedig reiſte, holteer feine deyden Sohne ab und fuhrte ſi⸗ zuruͤck nach inihen an Un-ſer Or. Adam wurde nun ordentlicher Medicus von Kärnthen und ſtun-de ſeinem Amte, ſo wol nebst ſeinem Hn. Vatter, der 1745 ſtarb,als auch alleine, recht ruͤhml. vor. 1645 vetheirath te er ſich mit Even, Adamsnon Gaͤtnm auf Nidersdorf Tochter, von welcher er 4 Kinder binter g..
*