Band 
Vierter Theil von T - Z.
Seite
418
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Als ngen.

——ter, Juſtus Jarob von Hagen, war Bayreuthiſcher Hofkam-merrath und gleichfalls ber dem Fraͤnkiſchen Kreiſe Kaſſier; dieFr. Mutter aber Anna Maria, Hn. Joh. Ge. Fritzens vonder Obernbuͤrg, des hochl. Fraͤnkiſchen Kreiſes Ober⸗Kriegs-commiſſarius, aͤlteſte Tochter. Unſer Herr Holrath hatte in Er-lernung der Anfangsgruͤnde der Gelehrſamkeit lauter Privatlehrer 7unter welchen der wackere Hr. Gahn, dermaliger Rector an derSpitaler⸗Schule zu Nuͤrnberg, der vornehmſte war. Anbey hoͤrte ereine geraume Zeit bey Hn. Prof. Doppelmayr phyſiſche und ma-thematiſche Privat⸗Collegia, ſo wie auch dergleichen bey Hn.Mayern„ dermaligen Senior zu St. Lorenzen. In den Spra-chen waren Scharſenſtein„Murlon und Chapuͤzet ſeine Lehrer.Bey dem beruͤhmten Kuͤnſtler, Hn. Roͤſel von Roſenbof brachteer es im Portrat⸗ Malen ſehr weit, und uͤbte ſich uͤberhaubt inallen galanten Wiſſenſchafften, auch der Dichtkunſt. Zur Fortſe-tzung ſeiner Studien bezog er die Univerſitaͤt Halle, von wan-nen ihn aber eine Krankheit eber zuruck brachte, als er es Wil-lens war. Er wurde bald ſeinem Pn. Vatter, den der Schlaggetroffen hatte, in dem Kreis ⸗Kaſſieramte adiungiret, undnach deſſen 1748 erfolgtem Tode ſuccedirte er ihm voͤllig. Ver.maͤhlet hat er ſich kurz vor dem Tode ſeines Hn. Vatters mitFrl. Barbara Sabina, Hn. Joh. Gottliebs von Hagen, Bran-denburg Culmbachiſchen Geheimen⸗ und Landſchafft Rathseinzigen Tochter. Auf ſeinen Hn. Vatter lies er erſt neuerlicheine ſchoͤne Medaille praͤgen; ſo wie auf ihn ſelbſt ein puſſirtesSchauſtuͤck vorhanden iſt. Er iſt ein groſſer Liebhader der Ge-lehrlamkeit, hat eine vorzuͤgliche Bibliothek, eine praͤchtigeKupferſtich⸗ Sammlung und ein unvergleichliches Muͤnzkabinet.Mit dem letztern insbeſondere wil er der gelehrten Welt undden Kennern der Numismatik dienen, weswegen er die Beſchrei-bung einiger Muͤnzſammlungen ausarbeitet, die kaiſerlichenThaler bereits fertig liegend, im Drucke aber mit algemeinemBeyfall neulich herausgegeben hat:

Beſchreibung der Thaler des Graflich ⸗ und Fuͤrſtlichen Hauſes

Mannsfeld. Nuͤrnb. 1758.4.

Haiden