Band 
Vierter Theil von T - Z.
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431
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Joſepb. 41

rons, Veit Heinr. Truchſes von Wetzhauſen, hinterlaſſeneWittwe, die von Nurnberg nach Coburg zog, kam beſagtesCollecten⸗Buch und die darinnen befindlichen Aufſaͤtze der GOttlobenden Geſellſchaffter in die Haͤnde Hn. Dr. Ge. Paul Hönns,der ſolche auch 1736 in 8 zu Coburg drucken lies.(Siehe un-ſern zten Theil, p. 158.) Den Anfang dieſer Aufſaͤtze machenzwo Einladungen des Stiffters, wovon die zweyte ſehr weitlaͤuf-tig iſt, und noch einige Lebens umſtaͤnde des gottſeligen Verfaſ-ſers meldet: z. E. daß er 1619 gebohren, 1529 in das Exilium

egangen und nach Nürnberg gekommen; daß er auf vielenNeiſen zu Waſſer und zu Land, bey dreyen Feldzuͤgen„ zwoBelagerungen, auch manchen abgeſagten Privatfeinden, dieſich wider ſein Leben verſchworen, wunderbar von GOtt erhal-ten worden; daß ihm auf eine unerwartete Art Guͤter in Fran-ken zugefallen, und daß er aus gedoppelter Ehe 11 Kinder er-zeuget habe.

Joſeph(Paul) ein getaufter Juͤde, war von Poſenin Pohlen gebuͤrtig und hies im Judenthume Rabbi JoſephBar Zadock. 1611 kam er nach Nuͤrnberg und ſuchte Unter-richt in der chriſtlichen Religion, weswegen man ihn nach Alt-dorf ſchickte, wo er ſolchen erbielte und am Sonntag Quaſi-modogeniti getaufet wurde. Gegen 8 Jahre blieb er bey unsund unterwies in Altdorf und Nuͤrnberg die ſtudierende Jugendin der ebraͤiſchen Sprache. Endlich verlohr er das Geſicht undverfiel mit der leiblichen Blindheit wieder in die geiſtliche. Weilnemlich ſeinem Weibe wegen ihres liederlichen und aͤrgerlichenLebens der Aufenthalt in der Stadt Nurnberg und derſelbenLandſchafft verbotten wurde, und er weiter niemand hatte, derſich ſeiner annahm, ſo gieng er nach Bamberg, bekannte ſich zurrömiſchen Kirche und erhielte zu Wuͤrzburg die Confirmation. Weiler aber doch wieder nach Nuͤrnberg kam und man ihn hieſelbſt zurVerantwortung zog, wandte er ſich endlich nach Wien, ver-galt hier ſeinen Wohlthaͤtern zu Nuͤrnberg das Gute mit Boͤ-ſem, indem er ſo gar mit Klagen wider ſie bey des KaiſersMaieſtaͤt handelte, auch eine gifftige dem Kaiſer dedicirte

K FE 2 chrifft,