Band 
Vierter Theil von T - Z.
Seite
443
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Ludovicſt. Lürher. 443

XLIV Arien aus der Opera von Theſeus, in die Muſik gebrachtdurch Joh. Loͤhnern ꝛr. Nuͤrnb. 1688. laͤngl. 4.

Ludovici(Michael) der geiſtlichen Rechte Licentiat,ſtarb am Tage Sebald, im Jahre o und iſt zu St. Egidienin Nurnberg begraben worden, woſelbſt in der alten Kirche ſeinGedaͤchtniß war. Siehe Hn. Würfels Beſchr. der Egid. Kirche,P · 28.

Luther(Matthaus) ein Geiſtlicher, iſt 1609 zu Nuͤrn-berg gebohren worden. Sein Vatter, Peter, war ein Schrei-ner daſelbſt. Er frequentirte die Schule bey St. korenzen undhatte ſonderlich des Rector Schroders Unterweiſung zu genieſſen.1632 wurde er auf die Pfarre zu Buſchend orf gethan und verſahein den damaligen Kriegsunruhen zugleich die Pfarren Farrenbachund Lonerſtadt, wurde aber erſt 1636 den 25 Dec. als Pfarrer zuBuſchendorf ordiniret. 1637 kriegte er die Pfarre Lonerſtadt al-leine. 1640 kam er nach Nuͤrnberg als Diaconus an der Marien-Kirche und 1649 gelangte er zum Diaconat bey St. Egidien,womit er zugleich Fruͤhprediger zu St. Peter vor der Stadt wur-de. Er ſtarb im Jul. 1652. eine erſte Ehefrau warMaria Magdalena, Lor. Wagenſeils Tochter, und die zweyteMarg. Seyfertin. Ein Sohn von ihm, Joh. Matthaͤus Luͤ-ther, war kaiſerl. Notarius und ſtarb als Conrector der Schulezu St. Sebald in Nuͤrnberg.(S. Act. ſchol. ften Band,p. 760.) Der ſel. Luͤther ſchrieb und gab heraus:

Lutheriſche Bibel und bibliſchen Luther, d. i. aller Sprüche H.Schrifft von D. M. Luther erklaͤrt, erſter Theil. Aus derKirchen Poſtill erſtem Theil und denen bibliſchen Randgloͤßlein.Nach Ordnung der bibliſchen Buͤcher, neben den nothwendi-gen Regiſern, und einer Vorrede von dieſes Werks Aoſehen,Endurfachen, Fortſtell⸗ und Vollfuͤhrung. Nuͤrnb. 1548. 4.

Abweiſung des hoͤlliſchen Trauergeiſtes Rabſake, d. i. troͤſtlicherund noͤthiger Unterricht fuͤr alle melancholiſche, betruͤbte undangefochtene Herzen ꝛc. Nuͤrnb. 1650. 8. In der Vorredeverſprach er aus den Schrifften Dr. Luthert herauszugeben;

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