Wagner. 481
ten Neuiahrs⸗Gedicht. 1735 dankte er ſeine Feldpraͤdicatur ab
und nahm die Baden ⸗Durlachiſche Pfarre zu Langendenz-
lingen an, die man ihm mit Verheiſung weiterer Befoͤrderungangebotten hatte. Solches geſchahe auch, indem er nach dieſem
1748 Paſtor und Superintendent zu Emmendingen in der
Marggrafſchafft Hochberg und Baden⸗Durlachiſcher Kirchen-
rath wurde, in welchem wichtigen Amte er noch dermalen mit
Segen und groſſen Verdienſten ſtehet. Verheirathet hat er ſich
den 1 Nov. 1735 zu Baſel mit Igfr. Carolina Wilhelmina
Hoͤlzlin, Hn. Joh. Lor. Hoͤlzlein, Kirchenraths, Superinten-
dentens, Scholarchens und Paſtors, der ein Bareuther und alſo
unſers Hn. Superint. Wagners Landsmann war, Tochter.
Aus dieſer Ehe leben 6 Kinder, und er hat noch neuerlich erſt
den 7 Aug. 1758, eine Tochter an einen Herrn Doctor Will,
Baden⸗Durchlachiſchen Landphyſicus ausgeſtattet. Der Herr
Superintendent iſt ein ungemein beliebter Prediger, ein guter
neuer Philoſophe und ein Dichter. Er fuͤhrte allzeit einen Brieſ-
wechſel von wichtigen Materien mit groſſen Gelehrten, nament-lich, Hn. Paſt. Neumeiſter in Hamburg, Hn. Dr. Joach.
Lange„ Hn. Dechant Oeder zu Feuchtwang, Hn. Kirchen-
rath und Hofpred. Dr. Stein, Hn. Superint. Meiſter
zu Weikersheim, zween gelehrten Jeſuiten zu Freiburg,
Steinmayer und Stadler, mit dem weltbekannten Voltaͤre,
und andern. Es ſind viele Carmina von ihm im Drucke, die
wir aber nicht anzeigen; ſo wie wir auch die vielen Synodal-
Diſputationen, die er als Superintendent und Praͤſes mit ſei-
nen Herren Geiſtlichen hielte, nicht alle bemerken koͤnnen. Doch
wiſſen wer folgende Schrifften von ihm:
Reis⸗ und Haus⸗Prediger. Iſt ohne ſein Vorw'ſſen mit ei-nem andern Titel und des ſel. Dr. Rambachs Vorrede zu zten-male aufgeleget worden.
Neueroͤffnete Katechismus⸗Schule.
Chriſtliche Gedanken vom Creutz der Chriſten. Nebſt einerVorrede Amad. Creutzbergs. Altdorf und Nuͤrnb. 1732. 8.
Q44 3 Schrift