Wechsler: 487nach Noͤrdlingen gieng. In dieſem Amte hat ihn 1632 dem10 Ott. der Koͤnig von Schweden, Guſtav Adolph, durch Hn.Fabricius und ſeine Conſiſtorial⸗Raͤthe zum Commiſſarius und'Inſpector uͤber alle Pfarren in den zwey Pfalz⸗NeuburgiſchenTandgerichten, Monheim und Hoͤchſtett, ernennet, als wo der:Koͤnig die Pfaffen wieder forttreiben und evangeliſche Prediger einſe-tzen laſſen!? wie dann noch etliche Diplomata gedruckt da ſind, in:welchen er auf koͤniglichen Befehl die Pfarren beſetzet bat. Ererzaͤhlet ſolches auf dem erſten Blatt einer geſchriebenen Predigt,die er eben damals gehalten hat. Wegen dieſer Verrichtungen;und Bemuͤhungen lies ihm der Koͤnig D. Pfeffers Freyhof zuUtz Memming/ einem Dorfe ohnweit Noͤrdlingen, von Chri-ſtoph Carl Grafen von Brandenſtein einräumen, davon derSchenkungsbrief noch vorhanden iſt. Da aber die Kaiſer-lichen Noͤrdlingen einnahmen, mußte er vieles leiden; undman legte ihm lange Zeit zween Jeſuiten in das Haus. Inder Belagerung ſoll er ſelbſt auf den Mauren umher gegangenſeyn und den Buͤrgern guten Muth eingeſprochen haben.Bey der graſſirenden Peſt hat er 3 Kinder nnd die Frau zu-gleich durch den Tod eingebuͤſſet: welches ihn, weil dasHaus verſchloſſen war, genoͤthiget, ſeiner Magd die Ehe zuverſprechen, wann ſie bey ſeinen uͤbrigen Kindern und ihmbleiben wuͤrde; da er ihr denn auch ſein Verſprechen gehaltenhat. Er ſtarb aber bald darauf den 17 Dec. 1636. Sein.Bildniß ſteht in der Stadtkirche zu Noͤrdlingen mit einemGrabmahl. Sonſt war er auf dem Colloquio zu Regensburgauf Seiten der Evangeliſchen Scriba. Da Dr. Hunnius,Geſner und Rungius dahin reiſeten, haben ſie bey ihm zuHaideck uͤbernachtet und ihn darauf mitgenommen. Aufdem Neuburgiſchen Geſpraͤch war er Dr. Heilbrunners Bey-ſitzer. Unter ſeinen MScCten haben ſeine Enkel, der aͤltereBurgermeiſter Joh. Jat. Wechsler, und der ForſtmeiſterConr. Friedr. Wechsler zu Noͤrdlingen, lateiniſche Com-mentarios in Pentateuchum, loſuam, ludices, Ruth„IV LL. Regum, IV TZuangeliſtas, Acta, Epp. ad Ro-
Vierter Theil. Rr r. manos„