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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
Entstehung
Seite
85
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und die Folgsamkeit gebildet wird. Viel-mehr ist es offenbar nur das erste Ele-ment des Verhältnisses, die Einsicht, wor-auf die Beziehung beruht ; indem der Ein-sicht das Eingesehene, nämlich die sämmt-lichen Ideen, entspricht. Hingegen durchdas zweyte Element desselben Verhältnisses,die Folgsamkeit, wird die Idee der innernFreyheit eigentlich practisch , d. h. eineWeisung für die Entscldiefsungen. Folgsamsoll der Wille seyn ; unfolgsam könnle erseyn; er schwebt gewöhnlich zwischen Folg-samkeit und Unfolgsamkeit: an ihm also ha-ben wir das biegsame Element. Das andreElement aber ist gleichsam starr; die rich-tige Einsicht, der Geschmack, kann sichnicht ändern.

Beym weitern Fortschritt zu neuen undneuen Verhältnissen, wird sich jedesmal dasEigne jedes einzelnen GesclimacksurtheilsUnmittelbar zu erkennen geben ; und dieÜberzeugung von der ursprünglichen Viel-heit und Verschiedenheit der einfachen Ur~