Ohne Absicht, zufällig, sollen, nach derVoraussetzung, mehrere Vernunftwesen —es seyen ihrer nur zwey — in ein Verhält-nis gerathen, indem ihre Willen in die ge-meinschaftliche Sinnenwelt hineingreifen. Dafssie dabey auf eine gleiche Stelle treffen müs-sen, ist einleuchtend 3 die W irkungen in derSinnenwelt würden nichts verbinden, nichtsvermitteln, wenn sie ohne Confliit vor ein-ander vorüber gingen. Die gleiche Stellenun, welche der Punct des Zusammentref-fens ist, mag so einfach als möglich ange-nommen werden. Desgleichen die Art, überdiesen Punct von beyden Seilen zu disponi-ren. Denn W'as auch jede der beyden Per-sonen mit dem dritten Puncte möge vorneh-men wollen : nur in so fern dient es zurSache, wiefern es sich gegenseitig hindert.Könnte das Dritte beyden Dispositionen zu-gleich folgen : so ginge jede für sich vonStatten, wie wenn überall kein Zusammen-treffen vorgefallen wäre 3 erleichterten gardie verschiedenen Dispositionen ein oder, sowürde nur der Gegenstand vermöge einer
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Buch
Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
Seite
114
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