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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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137
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ander gegenüber, 'ich befunden haben, reichthin, um den Gegensatz zu bilden, wodurch dieThat, indem sie diesen Zustand abbricht,ihn stört , ihn gleichsam verletzt, 1 alsThat hervortritt. Und' dieser Gegensatz ist£s , welcher dem Geschmacksuriheil so ge-wifs zum Gegenstände dient, als das Urtheilaus der Auflassung des Begriffs der Thaterzeugt vird.

Die That, als Störerin, misfallt. DieGröfse der That bestimmt die Gröfse desMisfallens. Wo kein Wohl noch Wehe be-absichtigt, oder auch, wo keins empfundenwird, da greift nicht Ein Wille hinein inden andern ; die That ist nicht vorhanden,das Misfallen eben so wenig. Mit demWohl oder Wehe aber, das in der Absichtund im Erfolge gemeinschaftlich anzutreffenist, wächst das Misfallen ; und zwar aufgleiche Weise bey der Wohlthat und bey derWeliethat. Die Gesinnung des Wohlthätersmag übrigens gefallen , und das Wohlseyndes Empfängers mag uns erfreuen; ja auch