Buch 
Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
Entstehung
Seite
147
JPEG-Download
 

- 147

zum Gegenstände des Streits , oder zumMedium der That, dient, nicht so ganz einÄufseres ist, als Xvie es bisher genommenwurde. Dergleichen kann nicht füglich ei-nen angemessenen Platz finden, wenn manzwey Wissenschaften trennt, deren eine dieäufsere, die andre die innere Gesetzgebungsoll zu besorgen haben.

Das einfachste trete voran! Gesetzt,eine Wohlthat sey von so besonderer Art,dafs sich das Wohl, was sie zufügt, mitnichts anderm vergleichen lasse: so wirdfür sie keine andre, als nur eine solcheVergeltung, die das nämliche Wohl zurück-gebe, können gedacht werden. Gesetzt fer-ner, eine Gesinnung sey an sich selbst That,indem sie, als Gesinnung, unmittelb..r wohl-tliue, und zwar auf eine Weise, die keineVergleichungen gestatte; so würde sie nurdurch eine ähnliche Gesinnung können ver-golten werden. Das Gesagte trifft zu beydem Wohlwollen; dessen Gegenstand zu*eyn, ein Wohlgefühl hervorbringt, welches

K 3