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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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scheinen. Die Spaltung zwischen Einemund einem Andern, deren jeder blofs sei-nem Urtheil folgt, und seinem Gewissenüberlassen seyn will, dieser leere undtodte Gegensatz, ist verschwunden: die Ver-einigten machen eine beseelte Gesell-schaft.

Es mag seyn, dafs jeder Staat eine be-seelte Gesellschaft werden sollte. Aber daskümmert uns hier nicht. Den Staat cha-racterisirt seine zwingende Macht. DieIdeen sind ohne Macht. Zu verhüten, dafsnicht die eben bezeichneten gesellschaftlichenIdeen mit dem Staate verwechselt werden,ist so viel wichtiger, weil dieselben garnicht blofs den grofsen Menschenhaufen gel-ten , sondern eben so wohl jeder kleinerenund kleinsten Verbindung; der häuslichennicht minder als der bürgerlichen. Rück-wärts: keinen andern sittlichen Werth kön-nen Verbindungen, welcher Art sie seyn mö-gen, sich selbst geben, als den durch Rea-lisirung jener Ideen. Welche Mittel, um

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