werden, welches, um der Tugend zum aus-drucksvollen Handeln zu verhelfen , nichtihr selber schaden darf. Die Unbestimmt-heit, zu welcher wir hier verurtheilt sind,weil die psychologischen Principien mangeln,— läfst fühlen, dafs andre Untersuchungenentgegen kommen müssen, um die Anwen-dungen der allgemeinen practischen Philoso-phie zu vermitteln.
Das Resultat, was aus Allem hervorgeht,ist dies : die Tugend versucht zu handeln,aber ihr Handeln kann ihr schwerlich ge-nügen. Es wird zu vielfach beengt, um inihrem Sinne sich ganz zu entwickeln; unddie Bruchstücke, welche zur Erscheinunggedeihen, sind selbst dazu, um das Ganze,was erscheinen sollte, nur errathen zu las-sen, allzuschlechte, allzuvieldeutige Symbole.Darum fühlt die Tugend sich in sich einge-schlossen. — Planvoll zwar ist der tugend-hafte Character so sehr wie irgend ein and-rer Character; aber kein andrer hängt so■wenig an seinen Plänen. Keinem andern