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fen fühlen! Ehrwürdig aber ist es, wennden Ideen, die von keiner Willkühr stam-men, und jeder Willkühr unerreichbar blei-ben, eine Autorität, unbedingt zu gebieten,eingeräumt wird. In der That, so oft. dieMenschheit, beschäfl'tigt mit äufsern Gegen-ständen , vertieft in ein äulseres Ziel, undauf dem Wege dahin fortwandelnd, plötz-lich stöfst an das harte Urtheil: eben so oftwird sie das Schreckwort: du sollst nicht!die Stimme des kategorischen Imperativ’s,zu vernehmen glauben.
Seltener, und bey weitem nicht für alleÄufserungen der Tugend — die ohnehin deinBefehl zuvoreilt, — wird das positive: dusollst! vernommen. Wenn es aber ertönt,darf man ihm das: ich kann nicht! oder je-nem negativen Befehl das: ich kann nichtanders! erwiedern ? Mufs man nicht dieMöglichkeit voraussetzen, wo die Wirklich-keit gefordert wird ? Liegt nicht in demFordern schon die Versicherung: es ist mög-lich? Wer würde denn fordern, wenn er