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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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338
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tliut kund, dafs man verbunden weiter stre-ben müsse, um ganz zu werden, was manzu seyn angefangen habe.

Die nun im Geiste der Gesellschaft zuhandeln unternehmen: mögen wohl zusehn,ob sie in diesen Geist ihre eigne Sinnesartganz fügen können und dürfen!

Wollen sie nur, was von diesem Geisteder Tugend ähnlich ist, sich zu eigen ma-chen, und nun, mit dem Kunstsinn der Tu-gend, dreist und mannigfaltig bildend in dieGesellschaft hineingreifen : so werden sienoch bey weitem härter, als bey derSelbstbildung der einzelne Mensch anseine Empfindungen und Triebe, an Natio-nal-Gefühle und Sitten anzustofsen Gefahrlaufen; die schlechterdings mit Schonung be-handelt zu seyn verlangen, wenn nicht, ent-weder das Leben der Gesellschaft an sei-nen Wurzeln leiden, oder alle Wirksamkeitunmöglich gemacht werden soll.

Wollen sie, mit nachgiebigerem Sinne,den vorhandenen Geist, so wie er ist, in sich