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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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348
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leicht das Ruder überlafst,) sicher nicht dasSchauspiel, was die Nation darbietet. Müs-sen ihre kliigern Glieder sie selbst verur-theilen, durch Druck in Ordnung gehaltenzu werden: so sind jenem die bequemstenFormen zur Handhabung der Macht dieliebsten. So lange aber eine öffentlicheStimme, den allgemeinen Wunsch, und dasUrtheil über die Ehre, mit Verstand aus-zusprechen weifs, so lange sich zu denjeni-gen Geschafften, welchen keine Instruction,sondern nur der gute Wille der Einsichts-vollen Genüge leisten kann , nur Männervon wahrhaft gutem Willen darbieten: wirddie Frage von der innern Garantie des Staatskeine besondre Wichtigkeit erlangen. DasGegentheil wäre Schuld der Nation, insbe-sondre ihres gebildeten Theils. Auf dassel-be Resultat führt folgende genauere Unter-suchung : Der Staat ist Gesellschaft, geschütztdurch Macht. Dieser Regriff zeigt eine in-nere Unvollständigkeit; denn, wollte man dieBeantwortung der Frage, woher Schutz ge-gen die Macht? aus ihm selbst nehmen.