derten die schon verlohrne Schlacht zu erneuern, er fälltmit der größten Zahl der Seinigen. Die Römischen Rit-ter hatten zu Fuß gefochten, jetzt wurden ihre'Pferde her-beygeführt, und sie verfolgten den fliehenden Feind: daslatinische Lager ward in der ersten Verwirrung erobert.In dieser Schlacht hatte der Dictator den Dioskuren einenTempel gelobt: und man sah zwey Nieftnjünglinge aufweißen Rossen in den ersten Reihen der Römer kämpfen,in denen Römer und Latiner übermenschliche Wesen er-kannten. Noch war die Verfolgung nicht geendigt, alsdie Heroen mit Staub und Blut bedeckt zu Nom erschie-nen; sie wuschen sich und ihre Waffen in einem Quell amTempel der Vesta, und verkündigten dem versammeltenVolk die Geschichte des Tags.
Nach dieser Schlacht begab sich Larquinius, jetzt ei»hochbetagter Greis, seiner Kinder und aller Hoffnungenberaubt, nach Kuma zu dem Tyrannen Aristodemus ^),In dieser Freystatte starb er schon im folgenden Jahr,259. Aristodemus, dessen Nahme selbst unter denen dergriechischen Tyrannen wegen größerer Frevelhaftigkeit ver-rufen ist, war sein Erbe, und machte Ansprüche auf dasPrivatvermögen der Tarquinischen Familie einige Jahrespater gegen die Republik geltenö, als diese in seiner'
") Die kumaischc Geschichte dieses Zeitraums ist nicht we-niger mythisch gewesen als die von Rom , und DionysiusAuszug ist vorzüglich dadurch merkwürdig daß dieses dar-aus so sichtbar hervorgeht. VII. c. g. ff. Aber die per-sischen Kriege Allgriechenlands sind nicht weniger dichte-risch als Kumas Siege über die zahllosen italischen Bar- -baren.