Vorrang und einen freywillig anerkannten Einfluß überdie andern, welcher der Oberherrschaft nahe gekommenzu seyn scheint, ausübte. Misbrauch dieses Vorrangs,und die Unfähigkeit in einer Bundesverfassung Sicher-heit dagegen zu finden, bewog einen Theil dieser Völ-ker sich von dem herrschenden, in alten Tagen den Bi-turigern, abzureisen, und dem mächtigsten unter ihnendieselbe Hoheit zu verleihen. So änderten sich mehr-mals die herrschenden Staaten: das System blieb. Ebenso schätzten sich die einzelnen Völker gegen innere Ty-ranney nicht durch Verfassung und Gesetze, sondernindem die Bürger sich gegen den Unterdrücker an einenandern Mächtigen anschlössen. Die Druiden und Prie-ster besaßen eigenthümliche Wissenschaften, Astronomieund Naturkunde waren ihnen nicht fremd, und der großeCäsar, dessen Kenntnisse nicht geringer waren als seinGeist und Urtheil, spricht nicht verächtlich von ihremWissen. Sie hatten auch Poesie, und gebrauchten siezum Gewand der Wissenschaft. Ihre Kenntnisse wareneinheimisch, älter als die Einführung -er Buchstaben-schrift, deren Gebrauch sie für diese verschmähten, ob-gleich sie zum Bedürfniß des Lebens angewandt ward.Sie lehrten Unsterblichkeit: aber ihre Religion war vollGreuel, und das Werkzeug eines frevelhaften Priester-despotismus. Nur der Adel hatte Ansehen: das Volklebte in der demäthigsten Clientel; einem Verhältniß wiees sich in Irrland bis vor zweyhundert Jahren erhielt.Die Zweykämpfe und die wilde Völlerey sind ein Eben-bild des rohesien Mittelalters. Städte waren selten, die
Häuser