Band 
Zweyter Theil.
Seite
276
JPEG-Download
 

alte Nom sich erhielt, durch den Nahmen der gallischenScheiterhaufen bezeichnet ").

Mangel an Lebensmitteln oder Lust an leichten Er-oberungen veranlaßte die Gallier sich zu theilen und La-tium zu durchstreifen. Nach der Erzählung daß Camil-lus damals in freywilliger Verbannung zu Ardea lebte,ermunterte er die Bürger dieser Colonie einen plündern-den Haufen anzugreifen, und ihm die zusammengetrie-bene Beute zu entreißen.

Zu Veji waren viele aus der Schlacht Entfloheneversammelt: auch der beste war von der allgemeinenVerwirrung zur Flucht fortgerissen worden. Aber esfehlte an Waffen; einen Anführer und Waffen durchihn gab die Noth, welche den Ausgezeichneten hervor-ruft. Bey der tiefen Demüthigung Roms erwachte inden Etruskern ") Begierde frühere Demüthigungen anden Gefallenen zu rächen. Sie streiften in das vejen-tische Gebiet, wo sich befand was aus der lAtadt nichtin fremde Mauern geborgen war. Die Römer zu Vejierwachten durch diese Schmach aus der Betäubung.Sie erwählten zu ihrem Anführer einen Hauptmann

") Nach einer andern Erklärung wurden die zurückgelasse-nen gallische» Leichen hier von den Römern nach der Räu-mung der Stadt verbrannt.

") Wenn Volsmii, Falerii und Capena nicht den beschwore-nen Stillstand brachen, welches ihnen nicht vorgeworfenwird, so können hier, wie nach der Räumung, nur dieTarguinienser, verbunden vielleicht mit andern hinter lie-genden Städten, gedacht werden.