Band 
Erster Band. A - G.
Seite
239
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Inhalt findet sich im ?ten und FtenSt. von I. G. Meuftls histor. lit.tcr. bibliogr. Magaz. S. zcy.) —Uoalv. Bucchardus (ttortulus Nu-sic. practicae, omnibus divinoGre-goriani eoncentus modula se ob-Jectaturis, tatnjucundus quampro-

ficuus, Lips. 1518-4.) — -Heinr.Götling ( Bey s. Catech. Lutheri vonWort zuWort in vier Stimmen com»ponirr . . . Frft. >605.8. findrtsichein »Bericht, wie junge Knaben undMägdlein innerhalb 12 Stunden dieMusicam begreifen können “) — G.Lailschreiber (Ein kurz Musikbüch-lein . . . Jena >607.8- Ist bereitsdie zte Aufl.) — Bernd. Scheyrer(Ob und wenn s. !VI ulio. choral. theo-ret. practica, oder Nützliche Unter-weisung zum Choralgesang" erschie.»e» »st, weiß ich nicht?) — L.Brun.nel (De Elementis muiicae planae,Upsal. 1738- 4-) Jos. Joacl).Münster ( 8cala lacob ascendeudcret deseendernlo, d. i. Kürzlich dochwohl gegründete Anleit. und vollkom-mener Unterricht, die edle Choral-musik, den Regeln gemäß, recht ausdem Fundamente zu lernen, Augsb.> 748 - 4-)— 3 - Müller (Kurze undleichte Anweisung zum Singen derChoralmelodien, Frft. 179;. 4-) —— Wegen mehrerer, von dem Cho-ralgesange handelnden Schriftsteller,s. den Art. Singen. — Und überChoral und Melodien überhaupt,über die beste Art den Choral zu spie-len, über das Vorspiel auf einenChoral, u. d. m. Das r;te Kap. inI. Adlung« Anleit. zur musikal. Ge-

lahrtheit, S. 793. der 2ten Aufl.--

Uebrigcns wird vielleicht folgendeStelle aus Wilh. Marpurgs histor.krit. Beyträgen zur Aufnahme derMusik den Begriff von Choralgesangfür die bloßen Liebhaber näher be-stimmen: „Aller Gesang zerfallt inChoral- und Mensuralgesang. DerChoralgesang, welcher mit dem An-fange der christlichen Religion feinen

Ursprung genommen, ist ein Gesang,worin alle Tonzeichen, dcrZeitgrößenach, einander gleich sind; Mensu-ralgesang heißt, was aus Noten vonverschiedener Größe besteht. Diegleiche Zeitgröße der Tonzeichen desChoralgcsanges gilt, indessen, nurvon der äußerlichen Darstellung derTöne; denn wirklich abgesungen ister allezeit mit Noten von ungleicherZeitgröße worden; aber diese Zeit-große wird nicht, wie im Mensural-gesang, nach einem gewissen bestimm-ten Maße, sondern nach der bloßen,prosaischen Quantität der Worteausgeführt.— Auch wird, seitver-schiedeneu Jahrhunderten, der Cho-ralgesang mit Noten von verschiede-ner Geltung bezeichnet.— Der Men-suralgesang ist -derjenige, wo jederTon, vermittelst des Taktes, in ei-nen gewissen Zeitraum aufdas streng-ste eingeschlossen wird. Er ist ent-weder alt, oder neu. Der alte ent-hält nicht mehr, als zweyerley Ar-ten von Zeitgröße, eine lange undeine kurze, und besteht darin, daßjede lange Sylbe gerade noch ein-mahl so viel gilt, als eine kurze. Inder Singmustk hat man aber, zurAndeutung dieser langen und kurzenSylben, niemahls Zeichen gehabt.Der neue Mensuralgesang, der mitdem Ursprünge derjenigen Noten,oder Tonzeichen seinen Anfang ge-nommen hat, wodurch zu gleicherZeit der Werth, und die Höhe einesTones angedeutet wird, (als wel-ches unsre heutigen Noten sind) wirdinsgemein schlechtweg der Ligural-gesang (dessen Erfinder schon Francoaus Lüttich, «ms I. ,047.108z.und dessen Verbesseret Jean de Mû-ris, ums I. lzzs war) genannt,und enthält nicht allein lange undkurze, sondern auch längere und kür-zere Zeiten, — — obgleich die kurzedarin eben so viel Zeit, ja nochlängere, als die lange einnehmenkann." —

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