Band 
Erster Band. A - G.
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wenigstens anfänglich, bey den Grie-chen war, ein eigentliches bürgerli-cbev Schauspiel, oder verbunden mitihren religiösen Gebräuchen und Fe-sten; es war und blieb eine fremde,anderwärts hcrgehohlce Frucht. In-dessen hat die römische Komödie im-wer ihre Eigenheiten gehabt. Zwarnicht, wie C. F. Flöget (Gesch. derkom. Litteratur, B. IV. E. 99) zuwähnen scheint, ursprünglich eineneigentlichen Chor ; Diomedes (a. a. O.E 489) sagt ausdrücklich; latinaeCotnoediae Choruni non habent.Auch finden sich, in den übrig ge-bliebenen Stücken derselben, nirgendsSpuren davon. Der Grex, oderdie Caterva, welche einige Stückedes Plautus schließt, ist entwederder Chor der Schauspieler selbst,oder der Chor der Musiker, Tänzer,Sänger, Mimen, u. d. »1. welche,zwischen den Aufzügen, .die Zuschauerunterhielten. (S> Vosiii IntUt. Poet.Ickb. 1 l. c. 26.) Und daß ihre Komö-die mit dergleichen Lustbarkeiten ver-bunden war, wissen wir aus dembekannten Verse, womit sich der ersteAlt des Pftubvluö endigt:

Tibicen vos interea hic deiecta-verit,

und aus einer von dein Diomedes(a. a. O-) aufbewahrten Stelle desEueronius. Die Musik vertrat dieStelle des Chores; die Stücke wur-den dadurch m ihre verschiedenenAufzüge abgetheilt; und wenn dasWort, Chor, von der römischen Ko-mödie in den allen Schriftstellernvorkommt: so bedeutet es nichts, alsdieses. Freylich aber ahmt Plau-tus, in seinen Stücken, den griechi-schen Chor in so fern nach, a!h seinePersonen zuweilen ihre Rede gerade-zu an die Zuschauer richten; und esist nur lächerlich, wenn verschiedeneKunstrichter, ckvie z. B. Quadrio(Stör. e Rag. d’ogni Poeila, VolJIi.P. 2. S- 17 0 daraus, daß es mitden Regeln des ordentlichen Drama

sich nicht vertragen würde» wenndirPersonen desselben Rücksicht auf dickegenommen hätten, erwölscu wüt, daßjener Grex oder Caterva mcht derChor der Schauspieler selbst seynkönnen. Wurde der Zuschauer eia-mahl von diesen angeredet: sokomileer auch öfteier von ihnen angeredetwerden. — Eine andre Eigenheit derrömischen Komödie war, daß sie, ingewisser Aer stehende Charackeer,d. i. solche hatte, welche, wenn siedarin erschienen, ihm eigene, be-sondre Tracht, wie z, K. der Harle-kin m der italienischen Komödie, hat-ten. Schon die Occier. in denAtellanen, scheinen hieher zu gehö-ren; aber auch z. B- der Parasit,in den regelmäßigen Stücken, warvon eben dieser Beschaffenheit. —Die dritte Eigenheit der römische»Komödie, ist ihr Prolog. Wenig-stens kommt im Aristophanes nichtsder Art vor; und das, was man inden Tragödien des Euripides allen-falls so nennen kann, unterscheidetsich dadurch von jenem, daß es im-mer irgend einer bestimmten Perlonin den Mund gelegt wird, und znrVerständlichkeit des Stückes erfor-derlich ist. Aber schon im Pianlnswerden deren, blos im Nahmen desDichters gleichsani gehalten. Obsie, indessen, wirklich römischer Er-findung sind, läßt, bey dem Man-gel un,erer Kenntniß von der Neuer»Komödie der Griechen, sich nichtent-scheiden; und da Terenz seine Stackesämmtlich aus dem Griechistl)cn ge-zogen hak: so können auch hi.rindieGriechen wohl seine Muster gewesenseyn. — Der wichtigste Unterschiedaber zwischen dieser und jener bestandin der Art der Vorstellung. In demMonolog (CauciLum) war nämlichdie Déclamation von der Action ge-trennt, oder die Vorstellung zwischenzwey Schauspieler getheilt. MehrereNachrichten hierüber sinden sichdem zken B. des angeführten Wer-kes