;6a F a b
Beytrage zur Geschichte und Littera-tur, S. 34 u. f. ziemlich erweislichgemacht. Der. leyver! verstümmelteRenner ist nur einmahl, Frankfurt1549. fol. gedruckt. Mehrere Fa-beln daraus finden sich in Bragur,Th. 1. S- 189.) — Loner (da erseine Fabeln einem Johann v.Ring-kenberg zu Liebe verdeutscht hat: soscheint er auch im i ztcn Jahrh. ge.lebt zu haben. Daß von seinen ausdem Lat. des Avianus und dem Ne-veletschen Ungenannten gezogenenFabeln, 8; zu Bamberg 146,. fol.gedruckt worden, ist durch LessingsUntersuchungsgeist ansLicht gebracht,vergl. mit dem 5tenSt. klo. 1. desMeuselschen histor. litker. bibliogr.Magazin. Joh. G. Scherz ließderselben in eilf Dissertationen, Phi-losophia Germanorum medii aevi,Argent. 1704- 1710. 4. abdrucken,und unter der Aufschrift, Fabelnaus den Zeiten der Minnesinger, gabBodmer, Zürich 1757. 8 . deren ei-gentlich 92 heraus, und von einervollständigen, hundert Fabeln ent-haltenden Handschrift gab Jer. Jac.Oberlin eine Nachricht in der Schrift:Bonerii Gemma, s. Boners Edel-stein, Fabulas C. e Pbonascorumaevo complexa, ex inclyta Bibl.Ord. S. loh. Hieros. Argentorat. . .Arg. 1782. 4. S. übrigens denZtcn und §ten der angeführten Les-fingischen Beytrage S. r u. f. undden aten Bd. des Bragur, S. 387-)— Reinecke Fach« (ich setze dasBuch hierher, nicht weil ich es fürdeutschen Ursprunges halte, sondernweil die wahrscheinliche französischeUrschrift nicht gedruckt, und dasZeitalter des Werkes noch nicht aus-gemacht ist. Zwar wenn die Be-nennung des Wolfs darin, Isegrim,Licht über den Ursprung verbreitenkönnte: so wäre die Veranlassungzur Dichtung schon sehr alt. Indem Z2ten Buche der stemm Franc.C.79Ü und 797 wird nämlich nicht
F a b
allein der, bey dem Frehcr, Jsanri.cus genannte, Graf, welcher widerden Kaiser Arnolf sich im 1 .899 auf-lehnte, und die ihm anvemauieProvinz an sich riß, Isangcim gc-nannt, sondern auch hinzugesetzt,daß man ihn wegen seiner Rand,sucht, in den Volksliedern der Zeit,einen Wolf genannt chabe. Auchwerden ebendaselbst Beyspiele vondieser Benennung des Wolfs, ausfrüheren französischen Dichtern, be-sonders aber ein Gedicht, stenardcouronné; und in der histoire desTroubadours, I. 63. ein Gedichtvorn K. Richard dem >ten umsJaHr1195 angeführt, in welchem der Wolfauch Jsangrim heißt, so wie er be-rcits diesen Nahmen in einer Fabelin dem Renner führt. Eben so früh-zeitig kommt in der Geschichte einMann vor, dessen Nahme so wohlmit dem Nahmen, als dessen Cha-racter mit dem Character des Fuch-ses Aehnlichkcit hat. Dieses ist Re-ginalo, oder Reinard, ein Rath desAusirasischcn Fürsten Znentibold im9ten Jahrhundert, der, von diesemverwiesen, ihn, durch seine Rankeund Verschlagenheit, in viel verdrüß-liche Handel mit seinen Nachbarenverwickle; und in den Liedern jenerZeit dafür Vulpeeula soll genanntworden seyn. (S. Eccards Vorr.zu den Collect:. Etymol. Leibn.1717. 8. S- 36 u. f. und Fabl. oaContes du XII. et du X 11 Í Siede,B- 1. G- 39Z- star. 1779. 8.) Dochfreylich folgt darans, daß allenfallsdie Nahmen zweyer, in dem Rci-necke auftretenden, Thiere deutschenUrsprunges sind, noch gar nicht,daß das Werk selbst es ist. Vicl-mehr ist das Gegentheil höchstwahr-scheinlich. Erstlich besitzen die Fran-zosen verschiedene, obgleich meinesWissens nie gedruckte, Romane inVersen, welche diesen Titel führen,und viel alter sind, als unser deut-sche Reinecke. Zwar habe ich den,
von