Band 
Dritter und lezter Band. S - Z.
Seite
113
JPEG-Download
 

Sche

Barbier, und fie besteht, um mitden Worten des Crescimbeni (Istor.della volgar Poes. Bd. i. S. 40.Ausg. v. i?z i.) mich auszudrückend un viluppo di coneetti fantastichiammaflati insieme senz’ ordine,senza conceslione, e senza speran-za t ehe chi legeffe avefie mai avu-to a capirne il senso, perlochè po-trebbe diffinirsi, eiïere un casualeaeeozzamento di parole satte inrima. Auch Fontanini, in s. 6>bl.dell’ Eloq. Ital. Bd. 2. S. ?8- undApost. Zeno, ebcnd. characterisirenfie nicht viel besser. Burchiello, warindessen nicht der erste , welcher der-gleichen Unsinn schrieb. Schon Ant.Pucci (t1373) und Franco Sacchet-ri waren ihm in gewisser Art zuvorgegangen (s. den Trattato della Sa-tira Ical. del D. G. Bianchini, Flor.1729. 4. S.Z2 und 56.) VonPuccifindet sich ein Gedicht übersetzt inEchmids Anthologie, Th. 1. S.82.Die Gedichte des Burchiello find inder Form von Sonetten abgefaßt,und zuerst Flor. «476. 4. und spä-ler mit den ähnlichen Arbeiten desAnt. Alamanni, Fir. >552.1568-8-Aen. 1553.1556. ii- (mir einem Com-Mentar von Doni) Wie. 1597. 8. ge-druckt. Sonnetti del Burchiello,®ellincioni ed altri Poeti Fior. allaHurchiellesea, Lond. 1757.8* Auchhat Giov. Ant. Papini Lezioue ko-pra ii Burchiello, Fir. I 7 ° 3 * 4 * ge-schrieben. Burchiello hat indessender Manieren eigentlich drey verschie-dene, die nur darin gleich sind, daßdie einzeln Gedanken aus Räthseln,Sprichwörtern, possierlichen Ein-fallen bestehen; die erste ist ganz un-verständlich; das Heißt, dir einzelnGedanken jedes Ganzen hängen aufkeine Art unter sich zusammen, unddie einzeln Gedanken selbst sind räth«filhaft, oder haben keinen eigentli-chen Sinn; dergestalt, daß dasGanze sich schlechterdings auf nichtsreuten läßt; mit einem Worte, e-. Dritter LknS.

Sche uz

find, was wir àodlibere nennen,und zwar von der schlechtesten Art;die zweyte besteht aus einzeln, zwarverständlichen Gedanken, Einfallen,Schnurren» Sprichwörtern; aberdiese sind so aufgehäuft, so ohneOrdnung und Verbindung zusammen-gesetzt, daß das Ganze ohne Com-mentar sich nicht verstehen läßt; da-her beyde denn auch, wenn sie in ei-ner freyen, ungebundenen Form,und in ungleichen Versarten zusam-mengesetzt waren, Frotte oder Frot-tole (von farcire, wie Menage will)genannt wurden; in der dritten ma-chen die einzeln Gedanken, Einfälleu.s. w. endlich ein faßliches bestimm-tes Ganzes aus. So ungereimt sol-che Arbeiten im Grunde auch sindrso natürlich haben sie doch bey einemVolk, dessen herrschendes Seelen-vermögen die Einbildungskraft ist,Beyfall finden müssen. — Von fei-nen Nachfolgern oder Nachahmernfind die besten r Bern. Bcllincioni(f 1491. Poesie, Mil. 1493. 4.) —Giov. Sell Vttonajo f 1527. Lor.di Filippo Skro;;i, Jac. XTavöi,Franc. Fortinr, Giamb. Gellit >563. Franc. Giambullari 1-1564.Aless Malegonelle (Von diesen Ver-fassern sind. die so bekannten CantiCarnasciaieschi, welche bey Gelegen-heit der, von dem Lorenzo de' Me-dici, in der Zeit der verschiedenenCarnavale, veranstalteten Festlich-keiten und Maskeraden abgefaßt unddazu gesungen wurden, und größten«theils aus solchen Possen, Einfällen,Sprichwörtern und Scherzen beste-hen. Sie find verschiedentlich ge-sammelt worden, als unter dem Ti-tel, Lauzone per audare in malche-ra, f 1 . et a. 4. Ballacette delSflagniüco Lorenzo de' Medici, diMr. Angelo Poliziano, e di Bern.Giamburlari, s. 1 . et a. 4. Die voll-ständigste, von Franc. Grazzinl,kasca gen. besorgte Sammlung fuhrtfolgende Aufschrift; Tutti i Trionfi,tz Carri,