Band 
Dritter und lezter Band. S - Z.
Seite
190
JPEG-Download
 

igo

So n

Auch kannten diese, unter dem Nah-men, Soneer, schon eine besondreDichtart, wie, unter andern, derVers:

Lt maint Sonet et mainte Ren-verdie

in den angeführten Poes du Roi deNavarre (tz. 148 ) beweist; in ebentiefem Sinne kommt es, in dem Ro-man de 1a Rose vor r

Lais d'amour et Sonets courtois,aber, ob dies« Dichtart schon eine,und ob sie nur Eine, und welcheForm sie hatte? ist nicht bekannt.So viel zeigt sich nur aus einem,von dem Nostradantus, in. den Viesdes Poet. Provenc. N. ;<> ©. >YY.aufbewahrten Gedichte von Guil.Amalrichi, oder Amerighi, daß der-gleichen schon in der jetzt am gewöhn-lichsten Form dieser Gedichte geschrie-ben wurden. Denn diese Form istkeinesweges von einerley Art; undwar es ehedem noch weniger. Anto-ni* da Tempo, in seiner, ums Iahe1332. abgefaßten Summa ArtisTRhitmici (dey dem Muralvri, déliajerfetta Poesia, Bd. I. ©. 16. Ven.1770. 4.) sagt, Sonetorum sunt 16speeies: icilicet Lmpiex, duplex,dimidiatus, caudatus, continuus,incatenatus, duodenarius, repeti-tus, retrogradus, scuntiteratus,metricus, bilinguis, mutus, sep-tenarius, communis, retornella-tus; und Beyspiele von den mehre«stcn Arten finden sich bey dem Cres«kinibcni (Stör. délia volg. poefi»,Bd. 1. S. 16 und 162 u. f. Ven.1731. 4.) und mehr noch bey demQuadkio (Stör. e rag. d’ogni poc-fia, Bd. 3. S. 44 u. f.) Die vonSuljtr angegebene Form ist indessendie allgemeinste nnd beliebteste; unddiese Form soll dem Sonett vondem Gniöone d'Arezzo schon in derMitte des dreyjehnten Jahrhundertsgegeben worden seyn. (s. Crescimb.

So »

a- a. O. S. 17 und 164. vergl. »utden Annotaz. des Rtdi ju s. Bacch®in Toscano, und dem Menage i»den Orig. della lingua ital.)Was die Atastener von einem gutenSonette übrigens eigentlich fordern,will ich mit den Worten eines ihrercigenencn Kunstlichter (Dettinelli,Opere, Bd. 7. S. 36z.) sagen,nähmlich, novita e<1 unita di peo-Lei 0 » splendor d’imagine e di fanta*lia, perfetca gradazione e seompaf'timento, nobiliiïima conclusion#inaspettata, ed al resto ben rispon*deute, cou locuzione purisiStn*»fräse elegante, stilo poetico e bettraslati, ecolorvivo, e sopratutt®un affetto soaviffimo e insieme s®'praumano, e il Tutto senza un#rima soia forzata, un sol modo im-prpprio, un verso o pedestro, ®rimbonbante, od oltra nptabile cat'tivita e magagna. Abtr eben dieserSchriftsteller sagt auch, an einer an-dern Stelle (Opere, Bd. 5. S- 8-Anm. a.) daß, als er einst die Quellteines außerordentlichen Vergnügens,welches ihm eines seiner Sonette ge-macht, aufgesucht, er sie in dem far-tuito incontro dì vocale e di conso-nance gefunden habe, nach welchesGcsiandnissc ju urtheilen, der Ge-danke selbst, und die eigentliche Aus-bildung des Gedankens, bey be«Italienern wenig. in Betrachtkommen scheint. — ;

Geschrieben habe«, unter ibne»,Sonette fast alle Dichter, und i bekalle nur mögliche Materien; sieden Sonetci pastorali, pescacoU,raaritimi, satirici, polifemict, P*'dantefci, amorefi, eroici U. s. W*Sonette in Form von BriefenGesprächen, u. d. m. Ausser denen,bey verschiedenen dieser DichtarteMbereits angeführten, bin ich also ò (ínöthigt mich auf die wichtiger» * u i'juschränke«. Die Sonette der f rU *