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von dem Messem
gefügt werden, welcher die Lage des Platzes an-zeigt. Welches also geschieht: Man legt denCompaß auf den Riß, bis das Zünglein ebengerad also sieht, wie dasselbe unten an demGrund desselben abgezeichnet isi: nämlich derPfeil soll gegen Septentrio zeigen. Wenn nun »das Zünglein also sieht, so zeigen die vier Sei-ten in dem Compaß herum die Gegenden, alsDrims den Aufgang, Occidens den Nieder-gang, Meridies den Mittag, und SeptentrioMitternacht, wieinFig.rz. zusehen.
Sonsien, wenn man keinen Compaß beysich hat, und auf dem freyen Felde isi, so kannman leicht erfahren, wozu Sonnenaufgang sey.Wenn man dieselbe Gegend erfahren hat, sostelle man .sich mit der linken Seite dahin, sogibt die linke Seite den Aufgang, die rechte Sei-te den Niedergang, das Angesicht Mittag, undder Rncken Mitternacht.
Ware man aber in einem Walde, so be-trachte man nur die Baume, so wird man sehen,daß sie meistentheils alle an einer Seite rauh ander Rinde, grob, schimlich, moßig, und gebor-sten aussehen, welches ein Anzeigen ist, daß sel-bige Seite nach Mitternacht zeige; dieweil dieSonne von der entgegen gelegenen Gegend sol-che Seite nicht hat können so gelind, glatt, undeben machen. Man stelle sich dahero gegen derbesagten rauhen u.s.f. Seite, so hat man aufdem Rucken Mitternacht, vordem AngesichtMittag,und zur rechtenSeiteNiedergang,
M linken aber Aufgang.
Dritte