Geschichte
hen sollte *. Vermuthlich hat Batteux ihn verwir-ret , der unbestimmt genug sagt, die äsopische Fabelsey eine Erzählung einer allegorischen Handlung, dieordentlicher Weise den Thieren beygelegt werde;die Allegorie und die Fabel seyn einerley Sache.Zuvor hatte er gesagt, die Fabel sey das Schau-spiel der Kinder, sie unterscheide sich von andernSchauspielen nur durch die Geringfügigkeit der spie-lenden Personen; die Fliege und die Ameise spie-len da nach ihrer Art Menschen; sie führen einelehrreichere Comödie auf als die Spieler in mensch-lischer Gestalt; man mahle die Sitten der Men-schen an den Thieren; die Thiere seyn die Copistender Menschen, deren Rollen sie, ein jedes nach einergewissen Analogie in den Charaktern, angenommenhaben. An einem andern Orte giebt er die äsopi-sche Fabel für eine Metapher, für eine Vergleichung,für ein kurzes Räthsel. Er sagt uns, daß die Alle-gorie ein durchsichtiger Schleyer sey, worunter manein Ding halb verbirgt.
Ich zweifle, daß alle diese Erklärungen mehrerläutern als verdunkeln. Stoppe kann darum et-was für sich finden. Umsonst erwarten wir, daßBatteux uns sage, worinnen die Analogie in den Cha-raktern der Thiere und der Menschen bestehe. Erscheint nicht zu wissen, daß die Fabeln Exempel vonähnlichen Handlungen sind, die darum lehrreich sind,weil sie Exempel sind. Ist es sein Ernst, daß die
Thiere
* Freym. Nachr. von r?;?. Nnm. v.