Buch 
L. M. v. K neue Fabeln / [Ludwig Meyer von Knonau]
Entstehung
Seite
149
JPEG-Download
 

Neue Fabeln

149

Die acht und fünfzigste Fabel.Der. von seiner Quelle gewichene Hirsch.

G wohnt' ein Hirsch in einem ftuchtbarnBerge,

An einem Quell von klarem, reinem Wasser.

Er lebte da die angenehmsten Tage,

Und segnete den Quell des Morgens und des Abends;Und den noch mehr der ihm den Quell gegönnet.

Kaum konnt' er das von stch erhalten,

Daß er ihn aus den Augen ließ.

Doch zwang ih einst die Neugier, die im HirscheWie in dem Menschen würksam ist,

Daß er dem Bache nach, der von dem Quell entstand,Sich in das ebne Land hinunter wagte,

Des Quelles Lauf und Schiksal zu entdeken.

Er trank am Fuß des Bergs von seinem Nasser.

O, sprach er, wie viel hat das Wasser hier

Von seinem lieblichen Geschmak verlohren!

T I

Wie