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Salomon Landolt : ein Charakterbild / nach dem Leben ausgemalt von David Hess
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47
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sm Anfang einzeln exerzieren, so oft und lang es ihmbeliebte, bis sie bald seine eigne Erwartung übertrafen.

Eine Jägermusterung war immer ein Fest für dieganze Gegend. Steife Parade-Formalitäten gab eS dawenig; dagegen ward alle Sorgfalt auf richtiges Schießenverwendet. Allerley lebensgroße, komische, auf Brettergemalte und ausgeschnittene Figuren wurden als Ziel-scheiben aufgestellt; ähnliche auf kleinen Wagen raschdurch Gebüsche vorbeygezogen, damit die Jäger denFeind auch im Laufe treffen lernten. Unter die beßtenSchützen theilte Landolr Preise aus, bald an Geld,bald an andern Gegenständen von mehr oder minderemWerth, und alle solche Ausgaben bcstritt er auf seineeignen Kosten. Alle Manöver mußten pünktlich, abermit Windesschnclligkeit ausgeführt werden; jeder einzelnzerstreute Mann sich gewöhnen, seinen Posten nacheigner Uebcrlegung zweckdienlich zu wählen. Fehlteeiner, so donnene und hagelte ihn Land vlt in seinemFeuereifer an, als wolle er ihn zernichten; aber kaumwar die Büchse bey Seite gelegt, und der Augenblickder Rübe für alle eingetreten, so lagerte der Hauptmannsich mitten unter sie hin,, trank, lebte mit ihnenwie ein Bruder, und erzählte ihnen tausend Späffe undSchwänke. Alle betheten ihn an, jeder hätte sein Blutfür ihn vergossen!

Es war ein lieblicher malerischer Anblick, am Abhangeines Hügels, oder im Dunkel des Waldes, beym