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Die Richterin : Novelle / von Conrad Ferdinand Meyer
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Wisse: als Siebenjähriger bin ich daheim aufgerissen

der Vater hatte mir das sieche Mütterlein insKloster gestoßen und über Stock und Stein zuKönig Karl gerannt. Dorthin hat mir der Arbogastmein Erbe gebracht, das Wulfenhorn, dieses hier. DerWulfenbecher, der dazu gehört, obschon er heidnisch ist

das Horn ist biblischen Ursprungs blieb aufMalmort und mag dort bleiben, bis ich freie und dashat Weile. Sie werden ihn aufgehoben haben. Duhast ihn wohl gesehen, wenn du dort ein- und aus-gehst."

Graciosus nickte.

Verstehe: beide, Horn und Kelch, sind zwei Alter-thümer, mit Tugenden und Kräften begabt. Den Bechergab einem Wölfling ein Elb oder eine Elbin vondenen im Hinterrhein . Solang eines Wolfes Weibihn ihrem Wolfe kredenzt und den darein gegrabenenSpruch ohne Anstoß hersagt, einmal vorwärts undeinmal rückwärts, gefällt und mundet sie dem Wolfe.Ueber das Hifthorn sind die Meinungen getheilt. Nachden Einen ist es gleichfalls ein elbisches Geschenk undvor dem Burgthor bei der Rückkehr geblasen, zwingtes die Wölfin zu bekennen, was immer sie in Ab-