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5 (1835) Der Kanton Schwyz, historisch, geographisch, statistisch geschildert ... : ein Hand- und Hausbuch für Kantonsbürger und Reisende / von Gerold Meyer von Knonau
Entstehung
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Capitulationen und Dienstleistungen hier nicht zu erwähnen.Den BundeSernenerungen mit der Krone Frankreich trat Schwpzjedesmahl bei. Am 4. Ocrober 1486 beschwor es mit Luzern ,Uri, Untecwalden, Zug, Freibnrg und L-olothurn zu Lnzernden goldenen oder boromäischen Bund, der unter den Bundes-gliedern eine engere, eidgenössische Verbindung zunächst zwarzum Schutze der katholischen Religion, dann aber auch zu all-gemeiner gegenseitiger Beschütznng feststellt. Und nach jenerBereinigung der beiden französischen Heinriche trat Schwpz ne-ben den so eben genannten Kantonen. Solothncn anHchenomme».am 12. Mai 1587 in ein Bündniß mit der Rrone Spa-nien. das in seinem vierten Artikel die wichtige Bedingungenthielt, baß der Durchpaß spanischen Kriegsvölkern zwar un-ter Einschränkungen gestattet wurde, was für Spanien , welchesdamahls Mailand , die Freigrasschaft Burgund nnd die Nieder,lande besäst, einen großen Werth hatte. Die Entzweiungen inGranbünden während des dreißigjährigen Krieges, die Besetz-ungen dieses Landes durch die Oesterreicher, Spanier nnd Fran-zosen. die Theilnahme der katholischen Orte an der Sache derbeiden erster» Machte, diejenige der Neformirten an den Unter-nehmungen der Franzosen , wodnrch neues Mißtrauen und Er-bitterung zwischen den beiden ReligionSparteieu veranlaßt wur-den. brachten auch in den Kanton Schwpz manche Aufregungengegen anders denkende Nachbarcn. Noch größer wurde dieselbe,als 1633 ein schwedisches Heer ohne Widerstand über die Brückeder unter Zürichs Oberherrschaft stehenden Stadt Stein aufdas linke Rheinufer hinüberging und auf rhurganischem BodenConstanz belagerten. 3600 Man» aus den 111 Ländern undZug rückte» in die St. Gallische Landschaft bor . Der Obrist.Wachtmeister des Thnrganes, Kilia» Kesselring, welcher einigeZeit vorher das zürcherische Bürgerrecht erhalte» hatte, wurdevon den Anführern dieser 3000, als er in der Stadt Weil sichbei ihnen einkaud, gefangen genommen, weil man ihn undZürich des Einverständnisses mit den Schweden beschuldigte.Als er auf der Folter nichts eingestand, wurde er nach Schwpzgeführt und ungeachtet der Verwendung der unparteiischen Ortsund des französischen Hofes 70 Woche» lang in harter Gefan-genschaft gehalten, mit ungewöhnlichen Martern belegt, endlichzu einer Geldstrafe von 5600 Gulden nnd zur Bezahlung vonL3.56 Gulden an die Kosten nnd 100 Kronen für die Aerzte Per-urtheilt und nicht losgelassen, bis diese Summe bezahlt war.

Durch die ReligionSverhältnisse in den gemeinen Hercschaf-teil, insbesondere im Thurgau , gerierh Schwpz in Verbindnngmit den übrigen innern Kantone» gegen Zürich in große Miß-verständnisse, die sich mehrere Mahle so weit ausdehnten, daßKriegsrüstnngen gemacht. Hochwache,> besetzt und sogar die Re-ligionsgenoffen zu getrenem Aufsehen gemahnt wnrde»; so 1610im Gachnangerhandel, 1651 wegen unwichtiger Veränderungenz» Utkweil nnd Lnstorf, 1664 im Wigoldinger- und 169.5 imWactanerhandel. Zwischen Schwpz und dem Kloster Einsiede!»entstand eine von den frühern ganz verschiedene Streitigkeit.Der Abt Placidus, aus Einsiedel» gebürtig, einer derjenige»,die sich großen Plane» überlassen, ohne die Mittel und dieFolgen genug zu erwägen, forderte 1634 eine Landsteuec von