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Dritter Abschnitt.
bereits anfieng die aufgehäuften Schlackenmassen vorwärts undbei Seite zu schieben und am folgenden Tage einen zweitenStrom bildete. So grossartig und zum Theil schauerlich der Ein-druck war, den diese Umgebung auf uns machte, so bot dochdas Innere des Kraters, wenigstens auf Augenblicke, ein noch glän-zenderes Schauspiel. Es entwickelte sich fortwährend aus derBocca des Kegels, der über das Lavafeld sich erhob, eine mäch-tige Dampfwolke, die in wirbelnder Bewegung aufstieg und tau-send verschiedene Gestalten annahm, bis der heftige Wind sieals eine gleichförmig feurige Wolke, deren Schein die nahenfurchtbar schwarzen Wände des Hauptkraters magisch beleuch-tete , aus unserm Gesichtskreise wegtrieb. Sehr häufig, oft alle2 bis 4 Minuten, wurden tausende von glühenden Steinen ausder Bocca 400 bis 500 Fuss hoch in die Luft geschleudert;viele derselben, noch halbflüssig, änderten in der Luft ihre Ge-stalt, dehnten sich in die Länge, oder rissen auch entzwei undfielen dann als ein herrlicher Goldregen, mit deutlich hörbaremGeklapper, theils in die Bocca zurück, theils auf den Abhang desKegels. Die Pracht der Auswürfe, so wie besonders die Schön-heit des niederfallenden Goldregens, gewährten ein Schauspiel,das man Tage lang ansehen und bewundern möchte. — Einensehr auffallenden Contrast mit unsern plutonischen Umgebungenund dem Toben der unterirdischen Kräfte bildete der Mond, derzwei Uhr Morgens am sternenhellen Himmel aufstieg und dieganze Scene friedlich und freundlich beleuchtete. Schnell ver-gieng uns der übrige Theil der Nacht und mit Anbruch desTages überschritten wir das breite, fast ganz wagrechte Lavafeld,welches uns vom Eruptionskegel, dessen kleinern Hügel wir be-steigen wollten, trennte. Die Lava, besonders in der Nähe desKegels, war vielfach in grosse Platten und Schollen geborsten,und obwohl sie erst wenige Wochen alt war, bereits sehr mürbeund an der Oberfläche mit Eisen und Ammoniaksalzen überzogen,