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Vierter Abschnitt.
der nur die allgemeinen Umrisse erkennen liess. — Escker bliebauf diesem erhabenen Standpunkt fast zu lange. Um den grossenUmweg, den er beim Hinaufsteigen genommen, zu ersparen, wollteer mit seinem treuen Joh. Madutz, den er auch auf dieser Reisezum Diener hatte, direkt gegen die Morielalp hinabsteigen. „Jeweiter wir aber, so erzählt Escher, an der Felswand hinabkletter-ten, desto unpraktikabler wurde, wenigstens für mich, dieserSpaziergang. Stellen, an denen man kaum eine Unterlage voneinem Zoll Breite hatte und wo das Ausglitschen des Fusses un-vermeidlich den Sturz in einige hundert, auch tausend Fuss Tiefezur Folge gehabt hätte, waren hier ganz gewöhnlich und dieseerschreckten mich auch nicht, da ich keinen Schritt that, ohnevorher die Sicherheit des Trittes zu prüfen. Was mich aber dieseWand verwünschen liess, waren die nicht ganz wenigen Stellen,wo man sich fast mit dem ganzen Körper über dem Abgrundschwebend, um eine vorspringende Ecke der Felswand gleichsamherumschwingen musste. Bei diesen Klettereien musste ich Madutzbewundern, der mit der Behendigkeit einer Gemse vorauslief, diebesten oder vielmehr wenigst schlimmen Passagen aufsuchte, aufdie ich mich dann, oft von ihm gehalten und gestützt, ganz sachtehinabliess. Oefter war ich auf dem Punkt, umzukehren, trotz derhöchst fatalen Aussicht wieder auf die Höhe zu steigen, um durchden eben auch nicht brillanten Weg von heute Morgen auf denAletschgletscher hinabzugelangen. Madutz versicherte indess, nachvorgenommener Recognoscirung, dass es gehen werde und sorückten wir, wenn auch sehr langsam, vorwärts. Zu guter Letzemussten wir uns, nach Art der Kaminfeger, durch einen tiefenSpalt, Rücken und Knie gegen die Wände der Spalte stemmend,hinablassen. Nun befanden wir uns bei bereits eingetretenerDämmerung endlich ausser Gefahr, nachdem wir drei Stundengebraucht, um über die zwei- bis dreitausend Fuss hoh,e Wandhinabzukommen; wir mussten aber doch noch eine Stunde lang