ünttc, bei: ^ue pntot in voxillis »pust krntros iniuorc» s»ul>lic<Movntis et »ürxis").
. Oft wurden Kinder schon in der Wiege zum geistlichen Stunde"Minimt, Wicgengclübde.
. Die» Gelehrsamkeit war auch bei dem geistlichen Stande nochnicht weit gediehen. Als Luzern (1291) von dem Abt von Murbach )>» Oestreich «erkauft wurde, ergab steh, daß der Abt von Murbach ,vcr Probst von Luzern, der Kellner daselbst nnd zwei andere Mönche"er Schreibekunst unkundig waren und Otto, der Schreiber, für sieunterzeichnen mußte.
Auch Beispiele von Roheit und Ausgelassenheit kommen vor. Souest man im Protokoll (1395): „Der Pfaff von Kriens hat (n stn„Swert griffen, gegen den Dcchan." Und in, gleichen Jahr: „Gcerig"«rgnnistu hat Gllin Strumpferinn Nachts niedergeworfen und herd-'chällig gemacht, und wollt' stn Mutwillen mit ihr verbringen, und, --"erhub ir den Mund, wenn sie schreien wollt, nnd trowct ir die^ "Kclcn abzustechen, wolt st nit schwigen."
! Ueber die geringe Achtung für geheiligte Orte belehrt eine Raths-
> "kanntniß vom Jahr 1252: „Nieman soll in dem Kilchhof ze Kapelle
^ "kejglon, noch Walen, noch stechen, noch turniren, noch schießen, noch
»den Stein stoßen bi 1 March Silbers."
Von einer Art Ketzerei oder Sekte giebt ein im Jahr 1373 er-neuertes luzernerischcs Stadtgcsctz Anzeige, also lautend: „Zu wem..Man das heilig Sakrament nit tragen soll. S» (die"Nöthe) hend auch von Alter her allwegcn geboten, nnd soll man es"für bas halten, daß man Unsers Herrn Fronlychnam nit tragen soll--ZN denen, da einer dem andern zu Fuß fällt."
Lnzern kam in diesem Jahrhundert ein Mal (1392) mit- denenvon Uri nnd Schwhz in den Bann wegen Anstanden, welche die UrnerMit dem Gotteshause zu Zürich hatten.
Staatsleben.
Die Stadt Lnzern hatte schon unter Mnrbach und Oestreich einenNath. Derselbe wurde nur ein Mal in der Woche gehalten. Später^ver, als Lnzern in den Waldslätterbund getreten und die GeschäfteÜch mehrten, versammelte der Rath sich zwei nnd drei Mal, amMontag, Mittwoch und Freitag. Wenn aber zwischen diesen Tagenstwas minder Wichtiges vorfiel/so versammelte sich der Rath auchM des Barfüßers Kloster Krcuzgang, Konventstnben oder Rcfcktorio
) Diese bei Sempach und in spätern Schlachten erbeutete» nnd demStande Luzern zugefallenen Panner waren bis in's Jahr 1622 inder Barfüßerkirche aufgehängt. Damals unter dem Guardian Chri-stophorus DanulnS Ebert wurden selbe (um sie vor gänzlicher Zer-störung zu sichern) weggenommen und auf der Mauer nachgebildet.Die Kosten betrugen 579 Gl. 7 Schl. Im Jahr 1799 wurde vonRaths wegen erkannt, die eroberten Fahnen nach aufgelegtem Rißauf Holz zu malen, wie sie jetzt noch zu sehen sind.