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18 (1835) Der Kanton Tessin, historisch, geographisch, statistisch geschildert ... : ein Hand- und Hausbuch für Cantonsbürger und Reisende / von Stefano Franscini ; nach der italienischen Handschrift von G. Hagnauer
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Uebersicht der Studenten der Theologie im bischöf-lichen Seminar zu Como .

(November 1834.)

Provinz Como .

Sondrio ..

"römischer Theil des Clintons Tessin

Seelen.

Studenten.

350,000

81

88,500

20

80,190

60

518,600

161

Man sieht, dass durchschnittlich im Sprengel des Bis-thums Como cinScudent der Theologie auf 3222 See-len Bevölkerung kömmt; das Velklin giebt nur einenauf 4425 Seelen; und das eigentliche Comaskische ei-nen auf 4320; dagegen Tessin einen auf 3336 Ein-wohne r.

Auswärts Studierende. Von jenen 500 Schülernsmdieren wenigstens 200 auswärts, fern von den Augen ihrerEltern und mit großen Kosten, in Anstalten, die weder denVatern gehörig bekannt noch den Bedürfnissen der Jugendeines kleinen Freistaats sehr angepassc sind.

Nehmen wir auf jeden dieser auswärts Studierenden 600bis 800 Lire mailänd. für Kostgelder, Reisen und Aehnlichesan, was wenig ist, und wir erhalten einen jährlichen AuSstusSvon 140 bis 150,000 Liren, der großentheilS erspart werdenkönnte, wenn die einheimischen Schulen weniger unvollkommenwären. Dabey ist noch der Uebelstand, dass häufig unsersJünglinge, nachdem sie eilig einen literacischen (wie wir sagen,einen Gymnasial-) Cnrs gemacht haben, nicht weniger denwissenschaftlichen (den Fach-) Cnrs abkürzen. Der Rechtsge-lehrre, der Arzt und der Wundarzt laufen nach zwey Univer»sttätsjahren heim, um den Beruf auszuüben, und der Geistli-che nach zwey oder drey Jahren Theologie.

Unbeschnlte. Besuchen wir die Cantone Genf, Waat,Lunch und manche andere, so werden wir unter den Indivi-duen beyderley Geschlechts unter dreißig Jahren kaum welcheHilden , die nicht lesen, schreiben und rechnen könne»;besuchen wir unsre Städte und Landgegenden, treten wir indie Haushaltungen , untersuchen wir die Gemeinde - Register,>>nd wir werden uns von der großen Anzahl Personen jedesAlters überzeugen, welchen jedwede Bildung fehlt. Wir habenüber diesen Gegenstand Berechnungen angestellt, die freylichwuthmaßlich, doch auf wirkliche Thatsachen gestützt sind, undwir glauben uns vom wahren Stand der Dinge nicht weit zuentfernen, wenn wir annäherungsweise angeben, dass von?3,000 Tessinern, welche einen Pass erheben, und zu Ausübung"ires Gewecbfleißes in die Welt hinausgehen, an 7000 mehroder weniger lesen und schreiben können, über 4000ober nicht einmal ihren eignen Namen hinzusetzen ver-wogen, und gänzlich ohne Unterricht find und ohne ein sehrwirksames Mittel zum Gedeihen ihrer Geschäfte. Man kanndaraus schließe», dass von 20,000 Activburgern nicht weniger