Die Lvnne.
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§ 22 .
jähre so wie mit dem des Saturn in einem gewissen Zusammenhange zu stehenschienen, woraus er schloß, daß Jupiter den Hauptcharakter der Sonnenflecken-kurvc bestimme, Saturn kleine Veränderungen in der Höhe und Länge derWellcir herbeiführe, Erde und Venus aber zunächst die Zacken der Kurve be-dingen. Diese Untersuchungen wurden vou De la Rue, Stewart und Löwy,ferner von Fritz, Kirkwood u. a. weiter ausgeführt. Dabei legte Fritz einHauptgewicht aus die synodischen Umlausszeiten der verschiedenen Planeten undvindizirte namentlich auch dein Merkur wegen seiner Nähe an der Sonne undder großen Exzentrizität seiner Bahn eine bedeutende Rolle. Noch mehr bevor-zugte diesen Planeten Kirkwood, welcher außerdem in die Untersuchungen einneues Element einführte, indem er die Hypothese aufstellte, daß ein bestimmterMeridian der Sonne den planetarischen Einflüssen zugänglicher und infolgedessen der Fleckenbildung günstiger sei als die übrigen. Es gelang ihn: unterder Annahme, daß die Rotationszeit dieses Meridianes 24-826 Tage beträgt, nichtnur die mittlere Dauer (11h g Jahre) der Sonnensleckenperiode auf die WirkungMerkurs zurückzuführen, sondern auch von den Unregelmäßigkeiten, die sichdarin gezeigt haben, wenigstens im allgemeinen durch die störende Wirkung derübrigen Planeten, insbesondere Venus und Erde, Rechenschaft zu geben. Dochwürde es uns zu weit führen, auf alle diese subtilen Untersuchungen näher ein-zugehen; wir müssen uns daher begnügen, sie hier angedeutet zu haben. Dieselbenführen aber von selbst aus die Besprechung der verschiedenen indirekten Wege,welche zur Ermittelung der Rotationsdauer der Sonne versucht worden sind.
§ 22. kJndirekte Bestimmung der Rotationsdaucr der Sonne.) Vor einer Reihe V0N
Jähren (1845) glaubte zuerst Nervander in den Temperaturen von Innsbruck und Paris eine Periode von 27V» Tagen zu erkennen und sprach die Ver-mutung aus, daß dieselbe mit der Sonnenrotation zusarmnenhänge. AehnlicheResultate erhielt Carlini aus der Berechnung vieljähriger meteorologischerBeobachtungen zu Mailand , und Buys-Ballot bei einer umfassenderen Unter-suchung der Temperaturbeobachtungen in Haarlem und Zwanenburg, welcheseiner Meinung nach eine Periodizität von 27-682 Tagen verraten. Zur Er-klärung dieser Erscheinung nahm er an, daß die Sonne nicht in allen Meri-dianen eine gleich große wärurende Kraft besitze, und daß, vorausgesetzt, derwärmste Punkt der Sonne bewege sich nicht auf ihrer Oberfläche, seine syno-dischc Umlaufszeit 27'682 Tage betrage. Eine Periode von fast genau derselbenLänge, nämlich 27-687 Tagen, fand im Jahre 1870 Fritz auch in der Kurveder Sonnenslecken, und dies wäre unter der Annahme, daß ein bestimmterMeridian der Sonne besonders zur Fleckenbildung geneigt sei, eine zweite Be-stimmung der synodischen Umlaufszeit der Sonne. Aus diesen beiden Angäbenresultirt für die wahre Notationszeit der Sonne: 25-73 Tage.
Der Umstand, daß die Sonnensleckenperiode so innig mit den täglichenVariationen der Magnetnadel zusammenhängt, veranlaßte Hornstein im Jahre
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