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Der Mond.
2. Abt. Kap. XI.
nicht kennen und wahrscheinlich auch nie kennen lernen werden. Mögen wiruns zufrieden geben, daß wir van der Natur auf einen Ort im Welträumegewiesen worden sind, der von allen jeneir Extremen, von der Hitze Mer-kurs und von der Kälte Neptuns gleich weit entfernt ist, und wenn jener altePhilosoph den Göttern dankte, daß er znm Menschen und nicht zum Tieregeschaffen, daß er als ein Grieche und nicht als ein Barbar geboren ward,so wollen auch wir es dankbar erkennen, daß wir auf den unserer Organisationangemessensten, auf einen mittlern, gemäßigten Planeten, und wir Europäerüberdies auf die gemäßigte Zone desselben versetzt worden sind, und daß wiruns vieler Wohlthaten erfreuen nnd taufende von Genüssen erlauben können,für welche die Bewohner des Senegal oder des Eismeeres keinen Sinn habenoder ihn nur zu ihrem eigenen Unglücke haben könnten, da sie ihn nicht znbefriedigen vermöchten.
Kapitel XI.
D e r M o n d.
§ 111. lBetrachlmigcn über eine Reise in den Mond.) Die Vorzüglichsten astronomischenErscheinungen des Mondes haben wir bereits oben <1, Kap. XI) angegeben.Hier wollen wir dasjenige knrz zusammenstellen, was uns über die physischeBeschaffenheit seiner Oberfläche bekannt geworden ist.
Diese würden wir inin allerdings am besten kennen lernen, wenn es unsgegönnt wäre, eine Reise in den Mond zn machen nnd ihn in der Nähe zuuntersuchen. Da aber bisher noch niemand eine solche Reise unternommenhat, so wollen wir zuerst zusehen, welche Hoffnung wir haben, daß wenigstensin der Zukunft ein Unternehmen dieser Art von irgend einem unter unsglücklich ausgeführt werde.
Erstens ist es etwas weit von uns bis zu dem Monde, obschon erunter allen HinunclSkörpern Lins am nächsten steht, nird >ver sich nicht einerbesondern Geduld nnd Ausdauer bewußt ist, wird besser thun, zn Hansezn bleiben. Seine mittlere Entfernung von uns beträgt 384 500 Kilometer.Unsere Dampf-Eilwagcn können in jeder Stunde 70 Kilometer zurücklegen,sie würden also erst in 229 Tagen, den Tag zu 24 Stunden genommen,dort ankommen. Mit unseren Postwagen, die täglich höchstens 200 Kilometerzurücklegen, würde man deir Mond erst in 57s Jahren erreichen, nnd dieseZeit wird doch wohl manchem unserer ungeduldigen Reisenden etwas zn langdünken. Weil aber, wo keine feste Straße ist, auch keiir Wagen gebraucht wer-den kann, so müßten wir uns schon bequenren, zu Schiffeir und zwar zn Luft-schiffen unsere Zuflucht zu nehmen. Wenn uns dann das Glück so gut wollte,