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Littrow. Wunder des Himmels oder gemeinfassliche Darstellung des Weltsystems / J. J. von Littrow ; nach den neuesten Fortschritten der Wissenschaft bearbeitet von Edmund Weiss
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§ 139. 140.

Tic Monde der äußeren Planeten re.

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sehen worden sei. Allein auch außerhalb der Souueuscheibe, also überhaupteventuelle Merkurmoude auffinden zu sonnen, ist wegen seiner sehr ungünstigenSichtbarkeitsverhältnisse (tz 37) in unseren Gegenden wenigstens sehr wenigHoffnung vorhanden. Denn außer am Tage mit starten Fernrohren ist Merkur stets nur in der hellen Dämmerung und tief am Horizonte sichtbar, wo dieDünste des letzteren die Wahrnehmung jedes schwachen Objektes in der NäheMerkurs so gut wie unmöglich machen.

Etwas anders liegen die Verhältnisse bei Venus. Hier will man vonder Mitte des 17. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts bereits vielfach einenVenusmond gesehen haben. Doch beruhen alle diese Wahrnehmungen sichernur auf optischen Täuschungen. Denn wenn es auch kaum begreiflich ist, wieunter anderen selbst so gewiegte Astronomen, wie Dom. Cassini, Short,Horrebow re. sich nicht bloß einmal, sondern wiederholt derartig geirrt haben,stößt doch jeder andere Erklärungsversuch auf uoch größere Schwierigkeiten,da man seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts trotz der riesigen Verbesserungunserer optischen Hilfsmittel nie wieder eine Spur dieses vermeintlichen Venus-mondes gesehen hat. Lassen wir daher diese Berichte ganz beiseite, so folgtaus'den klassischen phvtometrischen Untersuchungen von Pickering, daß sichein Venusmond unseren bisherigen Nachforschungen nicht wohl hätte entziehenkönnen, wenn seine Lichtstärke auch nur ein Viertelmilliontel der Lichtstärke vonVenus betrüge. Wenn nun seine Albedo nicht beträchtlich geringer wäre alsdie der Venus, zu welch letzterer Annahme uns gar nichts berechtigt, so würdeschon der Durchmesser eines solchen Mondes kleiner sein als der eines derbeiden Marstrabanten und uns selbst bei der größten Annäherung der Venusnur unter einem Winkel von 0-03" erscheinen.

§ 140. (Uebersicht des ganzen Planetensystems.) Zum bequemen Ueberblicke derGroße, der Entfernungen u. s. s. einzelner Körper unseres Svnnensystemes habenwir die vorzüglichsten Elemente derselben am Ende des Werkes in Tabellenzusammengestellt, aus die ivir uns schon wiederholt beriefen.

Die Zahlen dieser Tabellen sind mehr als hinreichend, um uns von derAusdehnung und den Verhältnissen der Planeten- und Satellitenbahnen einevollständige Kenntnis zu geben. Nach ihnen ist, diese Gegenstände noch an-schaulicher darzustellen, eine Zeichnung entworfen worden, in welcher man dasHauptsächlichste mit einem Blick übersehen kann.

Auf Taf. XIII sind die Bahnen der Planeten samt einigen der merk-würdigeren Kometenbahnen, mit denen wir uns im nächsten Kapitel beschäftigenwerden, in ihren gehörigen Verhältnissen zu einander ersichtlich, mit Ausnahmeder kleinen Planeten zwischen Mars und Jupiter . Die große Anzahl dieserauf einen engen Raum zusammengedrängten Körper machte die Darstellungihrer Bahnen in den Dimensionen der Figur unmöglich. Indessen ist derganze Raum, innerhalb dessen diese Bahnen liegen, schattirt und hebt sich in