684
.terigchmippen. 2. Abt. Kap. XIV.
9. und 10. August 1863 beobachtet wurden. Die Resultate, waren die fol-genden.
Glanz wie
Zahl d.beob. Met.
Mittl. Gewicht.
Venus .
2
1953 Granun
Jupiter.
2
2996 „
Sirius.
7
358 „
Wega.
i
29 „
Atair.
3
10 „
4
6
Cor Caroli (a Jagdhunde)
1
6
Da der größte Teil der Sternschnuppen unter dem Glänze der hier an-geführten größeren Gestirne steht, wird das Gewicht der kleinen Meteore nurBruchteile von Grammen betragen. In der That fand A. Hcrschel deifünf Meteoren des 12. November 1865 das mittlere Gewicht nur 0-36 Gramm.Daß nun so winzige Körperchen bei ihren: heftigen Erglühen in unserer Atmo-sphäre völlig verzehrt oder, richtiger gesagt, zu feinem Dunst zerstäubt wer-den müssen, ist wohl ziemlich klar, und es erläutern daher diese Untersuchungensehr schön die Thatsache, daß man (wenigstens mit Sicherheit) noch nie Stcrn-schnuppenreste anfgeftinden hat; dein: das, was unsere Landleute unter derBezeichnung Wetterglitt, Leversee re. und die Indianer unter dem Namen„Speichel der Sterne" als die Herabgefallenen Neste von Sternschnuppen be-trachten, sind nur Algen der Familien Tremella und Nostoe, zum Teil auchvon Vögeln ausgeworfener, nur halb verdauter Froschlaich rc., mit einemWorte Substanzen, die nach einen: Rege:: und selbst schon in feuchter Luft be-deutend anschwellen und dadurch auf einmal an Orten ausfällig werden, wou:an sie früher nicht bemerkte. Uebrigens ist es bereits mehrinals, namentlichN. v. Konkoly und A. Herschel gelungen, Meteore spektroskopisch zuuntersuchen, wobei sich ergab, daß der Kern in der Regel ein kontinnirlichesSpektrum besitzt, also aus einer festen, in der Glühhitze befindlichen Masse be-steht. Das Spektrum der Schweife besteht aus hellen Linien, zeigt also dieCharaktere eines Spektrruns glühender Gase, und es lassen sich in dcinselbenfast stets die Natriumlinien erkennen, zuweilen aber auch, nainentlich bei ge-färbten Meteoren, die Linien anderer Stoffe, wie Magnesium, Lithiun: u. s. w.und sogar die der Kohlenwasserstoffe.
Die Anzahl der Sternschnuppen, welche inan in einen: gegebenen Zeit-rauine zu sehen erwarten darf, hängt von so vielen zuu: Teile zufälligen Um-ständen ab, unter denen auch die Individualität des Beobachters keine geringeRolle spielt, daß es uns nicht wundern kann, wenn wir die stündliche Zahl,die ein Beobachter im Durchschnitt sieht, zwischen 6 (Conlvier-Gravier)und 30 (Herrick) angegeben finden. Uebrigens ist die Häufigkeit der Steril-