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Littrow. Wunder des Himmels oder gemeinfassliche Darstellung des Weltsystems / J. J. von Littrow ; nach den neuesten Fortschritten der Wissenschaft bearbeitet von Edmund Weiss
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§ 217 219 .

»tcrugruppi'ii und S>icbelmoffcii bei Himmels.

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§ 218. lVertettnng bet Nebel und Sterngrnppe» am Himmel.) WeNU MtlN die er-wähnten Kataloge näher betrachtet, so sieht man, daß einige Gegenden desHimmels sehr reich an diesen Gegenständen sind, während andere beinahe nichtsvon ihnen enthalten. Gewöhnlich trifft man sie in ganzen Lagern nebenein-ander geschichtet an. I. Herschel bemerkt in dieser Hinsicht, daß die meistenSternhaufen und alle unregelinäßig geformten Nebelflecke in oder nahe bei derMilchstraße , hauptsächlich um Orion, Argo, Schütze und Schnur» liegen, wäh-rend die regelmäßig gestalteten auf der nördlichen Hemisphäre in einer durchden Pol der Milchstraße ziehenden Zone um die Löwen, den großen Bären,die Jagdhunde, das Haupthaar der Berenice, Bootes und Jungfrau angehäuft,auf der südlichen Halbkugel hingegen ziemlich gleichmäßig verteilt sind, mitalleiniger Ausnahme der Kapwolken.

Dabei ist die äußerste Grenze dieser Nebellager scharf abgeschnitten, undunmittelbar bei diesen Nebeln ist der Himmel sehr arm an solchen Gebilden.W. Herschel fand diese Bemerkung so allgemein giltig, daß er, so ofter auf eine solche ganz nebelleere Stelle des Himmels kam, bald darauf einneues Lager von Nebeln erwartete und nur sehr selten in dieser Erwartunggetäuscht wurde.

8 219. (EigenNich- Sterligrupxen.) Sterngrnppen oder auch Sternhaufen nenntman diejenigen isolirten lichten Stellen des Himmels, die sich, wenigstensdurch bessere Fernrohre, durchaus in einzelne Sterne auflösen lassen, währendsie mit freien Augen entweder nur als matte Lichtwolken oder auch, im ge-wöhnlichsten Falle, gar nicht sichtbar sind. Einige derselben kann man schonmit Fernrohren von 8 bis 10 Centimeter Oeffnung sehen, und wir werden diesebesonders beachten, damit die Leser, die mit solchen Instrumenten versehen sind,wenigstens diese Gegenstände am Himmel selbst nachsehen und näher kennenlernen mögen. (S. oben S. 744, Note.)

Die in den folgenden Angaben aufgeführten Rektaszensionen AR. undDeklinationen 4> gehören durchaus für das Jahr 1900 und gelten beiläufigfür die Mitte dieser Gegenstände, deren Durchmesser meistens sehr bedeutend sind.

Zu diesen Sterngruppen gehören also vorerst jene, die man schon mitfreien Augen oder doch mit sehr schwachen Fernrohren als Ansammlungen vonSternen erkennt. Solche sind:

AR = 55° 23h D = + 23° 48', die bekannten Plejaden oder die Gluckhenneam Halse des Stiers, mit freien Augen auflösbar. S. Atlas desgestirnten Himmels, Fig. 4.

AR =

33° r33 51

1 )

+ 56° 41'4- 56 38

, h und % im Schwerte des Persens, dein

unbewaffneten Auge als lichte Wolke auffallend, im Fernrohre sofortals zwei sehr reiche Sternhaufen zu erkennen, eines der herrlichstenObjekte des Hiunnels. Die nördlichere Gruppe (ll) besteht aus