§ 12 . 13 .
Allgemeine Schwere.
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Wenn aber ein Körper um den ganzen Halbmesser der Erde über dieOberfläche derselben gebracht werden könnte, so würde er in dieser Entfernung,die die doppelte von jener an der Oberfläche ist, in einer Sekunde nur mehrdurch den vierten Teil von 49 oder nur durch 1°23 Meter fallen. In einerdreimal so großen Entfernung oder in der Distanz von drei Erdhalbmessernvon dem Mittelpunkte der Erde wird er durch den neunten Teil jener Größeoder nur durch 053 in einer zehnmal größeren Entfernung nur durch denhundertsten Teil oder durch 0049 Meter fallen u. s. >v.
Wenn also endlich derselbe Körper bis in den Ort, wo der Mond ist,
d. h. wenn er in die Entfernung von 60-2778 Erdhalbmesfern von dem Mittel-punkte der Erde gebracht wäre, so würde er daselbst in der ersten Sekunde
durch 4-9, dividirt durch das Quadrat von 60-2778, das heißt, er würde in
der Gegend des Mondes nur mehr durch 0-00135 Bieter fallen, oder er würdein der ersten Sekunde sich nur 1-3 Millimeter der Erde nähern.
Dies Resultat ist, als Ergebnis der Rechnung, völlig gewiß, wennanders die obige Voraussetzung, auf welche diese Rechnung gegründet ist, richtigist, daß nämlich die Attraktionskraft der Erde sich verkehrt wie das Quadratder Entfernung verhält. Allein, ist diese Voraussetzung auch in der Thatrichtig? — Dies eben soll hier entschieden werden, und zwar durch unmittel-bare Beobachtungen, durch Beobachtungen an dem Monde entschieden werden.Wenn uns diese Beobachtungen zeigen können, daß der Mond in der That injeder Sekunde durch 0-00135 Meter zur Erde fällt, so ist rmsere Voraussetzungrichtig, das Gesetz der Anziehung der Erde, das Gesetz der Schwere durchErperimente nachgewiesen und muß sonach als wahr erkannt werden.
§ 13. (Wirkung dieser Attraktion der Erde auf ruhende und auf bewegte Körper.) Wie sollen
uns aber Mondbeobachtungen zeigen, daß dieser Himmelskörper in der Thatii: jeder Sekunde so viel zur Erde fällt, obgleich wir ihn eigentlich überhauptgar nicht fallen sehen. Um diese Frage zu beantworten, müssen wir in unsererUntcrsuchung wieder einige Schritte zurückgehen.
Wenn der Mond durch irgend eine inächtige Hand festgehalten und dannplötzlich losgelassen würde, so inüßte er ohne Zweifel in einer geraden Liniezur Erde fallen und sich ihr, wie wir gesehen haben, in der ersten Sekundeum 0-00135 Meter nähern, ganz aus deinselben Grunde, wegen dessen derStein auf der Oberfläche der Erde in derselben Zeit durch 4.9 Meter fällt,wenn die Hand, die ihn hält, sich wendet und dadurch den Stein seiner bis-herigen Unterstützung beraubt. Allein jene unsichtbare Hand, die vielleicht auchvor Zeiten den Mond festgehalten hat, kann sich nicht bloß gewendet haben,als sie deir Mond sich selbst oder vielmehr der Wirkung der Erde überließ,sondern sie muß ihn, als sie ihn seinem ferneren Schicksale anheimgeben wollte,mehr als nur losgelassen, sie muß ihn aus der Hand geworfen haben, unddie Richtung dieses Wurfes muß nicht auf die Erde zu, sondern seitwärts ge-