III. Avicenna (56) erzählt: „Bei Lurgea (Lorges?) fiel eine 5 o Pfundschwere Eisenmasse vom Himmel, die wegen ihrer Härte nicht zerlegt werdenkonnte. EinTheil davon wurde an den König nachToratum (Tours?) geschickt,und er befahl, daraus Schwerdter zu verfertigen. Allein die Masse liefs sichweder zerbrechen noch schmieden. “
EV. Bodinus ( 5 j) erwähnt im Vorbeigehen: „Zu Crema (im Venetianischen)fielen hei einem schweren Ungewitter sehr viele Steine aus der Luft. Einerderselben wog 110 Pfund, hatte eine bläuliche Farbe, und roch nach Schwefel.“
V. yllberti ( 58 ) erzählt unter Berufung auf Agricola (5g) und Jonston: (60)„In den Wäldern bei Neuholem sey eine Eisenmasse von verbranntem Aussehen(recremento similein) aus der Luft niedergefallen, von solchem Gewicht, dafsman sie wegen ihrer Schwere nicht mit Menschenhänden hätte fortschall’en, nochbei den Unwegen auf einem Fuhrwerk transportiren können.“
VI. Im Jahr 1492 oder \'\cß fiel zu Ensisheim im Elsafs, ein mehr als 3 ooPfund schwerer Stein vom Hinunei, und wurde in der dortigen Pfarrkirche aneiner Kette aufgehängt. (61) Erst vor wenig Jahren wurde dieser Stein genauer
(56) Ich besitze den Avicenna nicht, und führe daher seine Worte aus Schotti Pliysica curiosa L. XI.c. 19. an, der sie wieder aus dem Agricola Lib. V'. de ortu subterraneo entlehnt. Dr. Chtadni a. a. O. S.ä.'j. Not. citirt den Avicenna aus dem Ascrrhocs, Lib. II. Meteor. c. 2. und sagt, das Thanomen habe sichbei Cordova in Spanien zugetragen. Eine dritte Nachricht aus dem Garrneus in Meteor, p. 96. führt Albcrtiin Diss. de piuvia prodigiosa §. 51. an: Darnach soll die Masse 100 Pfund gewogen, Omd man daraus vor-treffliche Siibtl verfertigt haben.
(57) Iu Theatr. Naturae. Lib II. p. 242. Edit. Hannov. 1G05. in 8-
( 58 ) In Dissert. de piuvia prodigiosa. §. 61.
( 59 ) In Observ. metall. c. 8.
(60) Thaumaturg. p. 125.
(Gi) Wolf Lectiones memorabil. Tom. I. p. 911. Conr. Gcsner de rerum fossilium lapldum et gem-marum figuris, Zürich 1565. c. III. p. GG. Nach Chladni a. a. O. soll Maschen brock Essais de Pliysique,Tom. II. §. 1557. sagen, der Stein sey i 63 o lierabgefallcn. In der lateinischen Ausgabe von Ms. Institut.Pliysic. (Lugd. Batav. 1748O habe ich heim Nachschlagen gar keine Notiz vom Steine zu Ensishsiin gefun-den.— Pro! Barthold schützt das Gewicht nur auf 2 Centner: ich glaubte indessen Gösnern folgen, und ihn5 oo Pfund schwer annehmen zu dürfen. Gesner bemerkt, das sey das anfängliche Gewdcht gewesen, abertv'ahrscheinlii h itzt geringer, weil man mehrere Stücke davon abgeschlagen uiid mitgenommen habe. Wolf 1 . c*erwähnt einer besondern von Sebasliano Ticione verfafsten Beschreibung des Steins.