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System des christlichen Thurmbaues : die Doppelkapellen, Thurmkapellen, Todtenleuten, Karner, altchristlichen Monasterien, Glocken- und Kirchenthürme in ihrem organischen Zusammenhange und ihrer Entwicklung / von Wilhelm Weingärtner
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dorf bei : Bonn befindlichen Doppelkirche ein für allemal aufge-hoben. .;ii n. . ii.

,('Möchte ein ähnlicher 'glücklicher Zufall hundert andere solcherWillkürlichkeiten, von denen es in der neueren Kunstgeschichtenoch wahrhaft wimmelt, ebenso leicht beseitigen! ln dieser ineinen Stein' eingehauonen Weihungsurkunde J ) sind sowohl dieAltäre wie die einzelnen Schutzheiligen in der unteren und oberenKapollie 2 ), deren gemeinsame Weihe im Jahre 1151 erfolgte,gesondert aufgezählt und das gleiche Alter der Anlage ist somitgewährleistet. Was hier das Wort verbürgt, hat anderwärts dervergleichende Blick des Forschers aus der Beschaffenheit derFiirmenbildung bereits richtig erkannt 3),

. Daraus dürfen wir folgern, dass auch» bei denjenigen Bauten,bei wlslchon gegenwärtig das obere Geschoss jüngerer Herkunftist, dasselbe doch nur der Stellvertreter eines 1 durch Brand,Baufälligkeit oder Baulast zu Grunde gegangen älteren Baumes ist.

Da sehr viele dieser Doppolkapellen mit Burgen verbundenwurden **), waren sio derartigen Unfällen noch bei weitem mehrunterworfen , als andere heilige und ebendeshalb durchaus iso-

lirte Bauwerke. Ihre hohe Lage gab sie dem Wetter und

ii ' ' !

rr-.'fM. ; 1

1) Die Doppelkirche zu Schwarzrheindorf auf Stein gezeichnet mitarchitektonischen Erläuterungen von Andreas Simons und einer Ge-schichte der Stiftung von Alex. Kaufl'mann. Bonn , 1846. Das lat .Original der Urkunde S. 9, die deutsche Uebersetzung davon. S. 3'.

2)Superioris autem capellae altare etc.

3) So hei der Doppelkapelle zu Landsberg , Eger etc.

i 4) Eine dirbkte Verbindung mit der Burg ist meist vorhanden s dochbleibt es meist zweifelhaft, ob sie ursprünglich ist j Die Kapelle zuLandsberg ist frei und nur gegen Mittag verbunden j der Haupteingangaller an der Mitternachtsseite vom Hofe aus. Zu Ereiburg a. d. U.sind gleichfalls 3 Seiten frei, die Südseite ist in die Burg eingebaut.Es wird ausdrücklich bemerkt, dass früher der Eingang nicht vomSchlosse ays allein war (Puttrich c. W. 2. Abth. 7. und 8. Lielr.1839. S. 7.) Anderwärts ist das Schloss, zerstört und dadurch jedenähere Bestimmung' vereitelt. Ich meine gegen eine ursprüngliche Ver-bindung mit dem Schloss spricht die an vielen Orten im Westen vor-handene Vorhalle, die doch in der Entstehungszeit ihren guten Grundhatte. (So zu München -Lohra und anderwärts.)