die Solidität ihrer Construktion hat uns sehr viele in mehr oderweniger verstümmelter Form erhalten. Alle das Mittelmeer berührenden Länder sind damit versehen, ln Spanien stehenBeste davon noch heut >). In Afrika nenne ich nur das Monu-ment zu Oonstantine. Las Mausoleum zu lialicarnass kanntedas Mittelalter noch ziemlich vollständig. Hoch andere sinduns wenigstens ziemlich gonau durch Beschreibungen bekannt 1 2 ).
§• 47.
Die meisten gestatten noch heut eine nähere Beschreibungihrer Gestalt: so ist der bereits erwähnte „Tour magne“ zuNismes in Südfrankrcich „unten ein Polygon mit einer tiefenNische auf jeder Seite; darauf stellt ein stark zurückspringen-des Geschoss und über diesem ein Stockwerk, welches mit Pi-lastern verziert ist 3 ).
Ein quadratischer Unterbau mit rundem thurmartigen Ober-bau bildet das s. g. Grabmal der Servilien bei Bom; ähnlichnur iii der Dekoration reicher ist das Denkmal der Caecilia Metella bei Bom aus Caesars Zeit. Das s. g. Harpyenmonu-xnent bei Xanthus in Lykien nennt Overbeck 4 ) „ein thurmarti-ges Grabmonument von etwa 20' Höhe.“ Dasselbe ist viereckigvon unten bis oben. Viereckig sind ferner viele dieser Grab-mäler bei Bom an der Appischen Strasse; dagegen ist dasGrabmal des L. Manutius Plancus bei Gaeta ein einfacher star-ker Bundthurm.
Allen diesen in geistiger und formeller Hinsicht verschie-denen trotzdem aber doch einheitlichen Gestaltungen liegt, wermag es in Abrede stellen, die asiatisch-ägyptische Grundformdes Stufenbaues und der Pyramide zu Grunde, die sieh des-halb gewiss nicht ganz unbewusst in späterer Zeit in Bom selbstbei diesen GrabtempeLn wieder Bahn brach.
§• 48.
Wessen Gesichtskreis beschränkt genug ist, um zu glau-
1) Caveda (übers, von Paul Hejse hrsg. von Kugler): Gesell, d.Bauk. in Spanien . S. 5.
2) Das Septizonium des Kaiser Septimius Severus ; das Mauso-leum des Augustus auf dem Marsfelde; das Mausoleum zu Hali-carnass etc.
3) Stier: llesp. Blätter. S. 37.
4) Overbeck: Gesch. der griech. Plastik. 1 S. 139. Leipz. 1857.