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Pforzheim.
dcr Spartaner bei Thermopplä verglichen. Es folgte nämlich ihremMarkgrafen Georg Friedrich eine Leibwache von vierhundert Pforzheimernin den Kampf gegen Tillp. Ihr Anführer war Berchtholv Deimling.
In der Schlacht bei Wimpfen stand er mit 20000 Mann gegen die kai-serliche Uebermacht und sein tapferes Heer hatte schon den Sieg in denHänden, als die Pulverwägcn plötzlich in die Luft flogen und das ganzeHeer in die fürchterlichste Verwirrung brachte und zerstreute. DadurchZ war dem Fürsten nicht nur dcr Sieg entrissen, sondern auch die Flucht
! wurde unmöglich und sein Leben stand in Gefahr, wenn nicht seine Leib-
j garde ausgehalten und durch ihre, Hingebung in den Tod den Fürsten ge-
^ rettet hätten. — Bald darauf rückte Lilly in die Stadt, er schonte sie
! aber und ehrte die That. Im Jahre 1624 kamen die Volker der Ligue ^
j vor Pforzheim , bemächtigten sich des schwach vertheidigten Ortes und !
übten unsägliche Grausamkeiten. Die ganze Zeit des dreißigjährigen Krie- i
geS war überhaupt für die Stadt verderblich, da Freund und Feind gleiche !
Opfer verlangten, doch war dies noch lange nicht mit dem zu vergleichen, !
was die Stadt durch die französischen Kriege zu leiden hatte. Im 1. 1689 !
erschien das französische Mordbrenncrheer unter Melac zu Pforzheim und !
! wie er in anderen Gegenden des Nhcinthals gehaust, so brannte er auch !
^ Pforzheim nieder und verjagte oder tödtete die Einwohner. Nur 36 Bür- !
! ger blieben übrig und es dauerte wieder lange Zeit, bis sich Pforzheim
^ neu bevölkerte. Das achtzehnte Jahrhundert verging größtentheils ru-
^ hig, aber im Jahre 1789 verzehrte eine Fcuersbrunst 85 Häuser und die
Kirche und die französischen Kriege verursachten dcr Stadt durch die zahl-reichen Durchmärsche bedeutende Kosten, so daß manche Familien dadurchin Noth und Armuth gerieth. Seither hoben sich aber alle Gewerbewieder, der Handel und die Fabriken blühen und wenn erst noch eine Ei-senbahn Pforzheim mit Karlsruhe und Stuttgart verbindet, muß sich der iWohlstand nur noch mehr heben. !
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