Der Elsenzgau.
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die Jesuiten daselbst ein, der westphälische Frieden vertrieb sie aber baldwieder. Wiesenbach liegt an der Ostsette des Elsenzthals, hat einePost, ist aber sonst nicht bedeutend. Man betreibt starke Landwirthschaftund Baumwollspinnerei. Auf dem sogenannten Kühberge war einGebäu.de, von dem ein unterirrdischer Gang nach dem Kloster Lobenfeld geführthaben soll. — Statt von hier die gerade Straffe nach Mauer einzuschla-gen, schreiten wir zur Elsenz vor, welche bis zu dem genannten Ortezahlreiche Schlangenwindungen macht und gelangen zum Pfarrdorfe Lam me n t h a l, das bedeutende Landwirthschast treibt und einige Mühlen hat,jedoch auch oft durch Ueberschwemmung leidet. Das Dorf ist sehr alt undfast mit dem kleineren Orte Vorstädte! verbunden, das diesem Umständewohl auch seinen Namen verdankt. Nicht viel weiter davon treffen wirauf das Dorf Reilsheim , welches ebenfalls schon im achten Jahrhun-derte genannt wird und von denen von Hirschhorn an die Grafen vonWiser kam. Mauer, ein Pfarrdorf mit 800 Einwohnern und Grund-herrschaft der Freiherren von Göler, führt uns wieder auf die Landstraße,hat zwei Pfarreien, eine Sandgrube mit Petrefakten und in der Nähe daskleine Schlößchen Sorgenfrei, das an der Straße nach Schatthausen steht.Mauer gehörte sonst zur Herrschaft Dilsberg , hatte seinen eigenen Adel,kam aber später an verschiedene Herren. Immer dem östlichen Ufer derElsenz folgeno führt nun die Straße zwischen freundlichen Bergen nachMcckesheim, einem großen Pfarrdorfe mit 1100 Einwohnern, Mühleund bedeutender Landwirthschaft. Rückwärts von demselben liegt am Lo-benbache das kleinere Dorf Mönch; ell, den Herren von Uerküll gehörigund sehr alt, einst Waldolfshaufen geheißen.
Oberhalb Mcckesheim verlassen wir die Straße, um in ein östlichesSeitenthal einzudringen. Hier begegnen wir zuerst dem PfarrdorfeEschelbronn , am Schwarzbache, das sehr alt ist, den Herren vonVen-ningen gehört, mehrere Mühlen hat und starke Landwirthschaft treibt.Hinter diesem Orte liegt Neidenstein , derselben Familie gehörig, miteiner alten Kirche, die Glasmalereien und verschiedene Grabmäler ent-hält. Erst im Anfange des vierzehnten Jahrhunderts erwuchs aus demBurgweiler ein Dorf. Endlich gelangt man durch das fruchtbare Thalnoch weiter gegen Südosten nach Waibstadt , nur s/- Stunde von Ne ckarbischofsheim entfernt. Es ist dies ein 1900 Einwohner zählendes Städt-chen, dessen Häuser nach dem zweimaligen sehr bedeutenden Brande vielschöner wieder hergestellt find, mit zwei Mühlen und gutem Feldbau. Infrühester Zeit hatte Waibstadt einen eigenen Adel, später wurde es aber