Die besten seiner Helden lagen in Sachsen todtDa flöhe Karolus Magims der Kaiser in großer Noth.
..Laßt eine Furch uns suchen längs hin am schönen Main :O weh, da liegt ein Nebel, der Feind ist hinterdrein!,,Nun betete Kaiser Karol auf Knien an seinem Speer:
Da theilte sich der Nebel, eine Hirfchin ging daher.
Die führte ihre Zungen hinüber zum andern Rand:
So machte Gott den Franken die rechte Furt bekanntHinüber zogen alle, wie Israel durch's Meer,
Die Sachsen aber fanden im Nebel die Furt nicht mehr.
Da schlug der Kaiser Karol mit seinem Speer den Sand;
„Die Stätte sei hinfürv der Franken Furt genannt."
Der erste deutsche Kaiser gab Namen dieser Stadt,
Die auch den letzten Kaiser in ihr gekrönet hat.
August Kopifch.
Frankfurt <i. M., die altncue Kaiser- und Kaufmannsstadt,bleibt immer eine unserer bedeutsamsten Orte. Schon seine Lage,die glücklichste von der Welt, macht es dazu. Eine geborene Kö-nigin unseres Südwestens, ein Knotenpunkt, wo nord- und süd-deutsches Leben in einander aufgehen, und ein Gasthaus an dergroßen europäischen Heerstraße, erhebt sich die Stadt, nach allenSeiten hin gesättigte Wohlhabenheit verrathend. Wenn wir dieFrancofurtia darstellen sollten, wie man die allegorische Figurder Bavaria, der Hammonia hat, so würden wir sie in rei-cher üppiger Gestalt auf ihren Geldsäcken sitzend, darstellen undzwar mit einem Doppelantlitz. Denn während sie einerseits träu-merisch den Hort unserer Vergangenheit bewacht, lacht ihr nocheine blühende und immer großartiger sich gestaltende Zukunft ent-gegen. Wie vielleicht keine andere deutsche Stadt ist Frankfurt