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Das Grossherzogthum Baden in malerischen Original-Ansichten / in Stahl gestochen von Ioh. Poppel und andern ; begleitet von einem historisch topographischen Text von Eugen Huhn
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Frankfurt a. M.

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Unter dem Bilde der Germania , mit dem man die Orgelverdeckt hat, ist der Präsidententisch, hinter dem wir auf unseremBlatte Heinrich von Gagern erblicken. Unter dem Präsidcnten-sttchl sind die Sitze der Schriftführer und etwas weiter die Steno-graphentische angebracht. Die Rostra befindet sich gerade vordem Sitze des Vorstandes und ihr gegenüber ziehen sich in wei-tem Halbkreise, im Hinteren Raume stufenförmig aufsteigend, dieSitze der sechshundert Abgeordneten hin. Auf diesen Sitzen sehenwir ein klares und naturgetreues Spiegelbild des ganzen politischenLebens des deutschen Volkes wie seiner einzelnen Stämme voruns. Hier ist ein geistiges Schlachtfeld, auf dem alle politischenund socialen Elemente Deutschlands versammelt sind, wie diesvielleicht nie wieder der Fall sein wird. (Der Zeichner hat imVordergrund die Kopfe einiger hervorragenden Mitglieder derLinken angebracht.) Zur Rechten der Abgeordnetensitze sind Em-poren für die Mitglieder des diplomatischen Corps und der höhe-ren Staatskörperschaften sowie für die Berichterstatter der öffent-lichen Blätter; ebenso zur Linken, wo eine der Emporen von denFrauen eingenommen ward, so daß sich das schöne Geschlecht mitAusnahme der Berichterstatter der besten Plätze erfreute. Dar-über ist seiner Zeit im Scherz und Ernst manche Klage erhobenworden; man wollte damals selbst gesehen haben, daß die Schönenbei einer treffenden Stelle oder einer glanzvollen Schlußwendunglaut ihren Beifall klatschten; ein in Frankfurt anwesender nord-deutscher Schriftsteller schrieb einen besonderen launigen Artikel:Die Damen in der Paulskirche." Allein trotz allendiesen Anfechtungen fanden sie sich stets zahlreich in den Sitzungen ein.

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